Von Franziska Dorn

Bernd Heinke von der evangelischen Kirchengemeinde Kirchhain ist froh und dankbar. Länger als zehn Jahre haben er als Vorsitzender eines eigens gegründeten Vereins und viele Mitstreiter die Rettung der größten noch erhalten gebliebenen Orgeln des Bad Liebenwerdaer Orgelbaumeisters Arno Voigt vorangetrieben. Ende 2018 war es soweit. Die originalgetreue Restaurierung der Orgel von 1920 in der Kirchhainer Stadtkirche konnte mithilfe von Spenden- und Fördergeldern abgeschlossen werden. Etwa 230 000 Euro sind in das Projekt geflossen. Mit einer Orgelfestwoche vom 3. bis zum 8. September soll das gebührend gefeiert werden.

Doch für die Kirchengemeinde bleibt kaum Zeit zum Durchatmen, denn ein neues Vorhaben steht an. Das Dach der spätgotischen Backsteinbasilika muss dringend saniert werden. Etwa 300 000 Euro werden dafür veranschlagt. So ist es eine gute Fügung, dass die Sparkasse Elbe-Elster eines ihrer diesjährigen Kirchenkonzerte in Kirchhain veranstaltet. Mit den Augsburger Domsingknaben am 6. Dezember ist dabei wieder Hochkarätiges zu erleben. Der renommierte Knabenchor gehört zu den besten Deutschlands. „Von jeder verkauften Eintrittskarte zu einem Preis von 40 Euro fließen zehn Euro in die Kasse der Kirchengemeinde für die Dachsanierung. Das Konzept hat sich bewährt und wir freuen uns, dass wir das Engagement für die Kirchen in unserer Region auf diese Weise unterstützen können“, sagt Thomas Hettwer, Vorstandsvorsitzender der Sparkassenstiftung „Zukunft Elbe-Elster-Land“.

Wenn der Knabenchor am 7. Dezember in Bad Liebenwerda sein Weihnachtsprogramm präsentiert, fließen auch hier zehn Euro je Ticket in die barrierefreie Erschließung des Eingangs und den Sanitärbereich in der St. Nikolaikirche.

Bereits im fünften Jahr in Folge gibt es die Kirchenkonzerte der Sparkasse. Begonnen hat die Reihe 2015 mit dem Dresdner Kreuzchor in der Doberluger Klosterkirche. Es folgten die Augsburger Domsingknaben, die Wiener Sängerknaben und der Tölzer Knabenchor jeweils in und für die Kirchen der Region. Insgesamt hörten 2600 Menschen die hochkarätigen Künstler.

Damit auch in diesem Jahr viele kommen, rührt Bernd Heinke die Werbetrommel. „Die Kirchhainer Kirche ist für ihre hervorragende Akustik bekannt. Die Zuschauer erwartet also ein besonderes Hörerlebnis. Und das in einer geheizten Kirche“, betont er.

Etwa 600 Zuschauer fasst die Kirche. Gut ein Viertel der Karten sind bereits verkauft. „Wer jetzt zugreift, hat im Advent eine Sorge weniger. So ein Ticket passt hervorragend in einen Nikolausstiefel“, ergänzt Thomas Hettwer. Karten für die Konzerte können in den Sparkassen-Filialen bestellt werden. Sie sind außerdem im Ticketshop auf der Homepage der Sparkasse sowie in den Touristeninformationen in Finsterwalde und Bad Liebenwerda erhältlich.