Jugend debattiert 2025: So weit kam Charlotte aus Finsterwalde im Bundesentscheid

Charlotte Wich aus Betten bei Finsterwalde hat den Vorentscheid von „Jugend debattiert“ erreicht. Die Schülerin des Sängerstadt-Gymnasiums blickt auf ihre gesammelten Erfahrungen und ihre Zukunftspläne.
Charlotte Wich- Charlotte Wich aus Finsterwalde erreichte beim Wettbewerb „Jugend debattiert“ bundesweit Platz 6.
- Sie debattierte Themen wie digitales Endgeräteverbot an Grundschulen und Zuckersteuer.
- Seminare und Workshops stärkten ihre rhetorischen Fähigkeiten, nächste Teilnahme 2026 geplant.
- Ihre Eltern und Lehrer loben ihre Entwicklung und ihr Talent im Diskutieren.
- Charlotte plant ein Jurastudium, sieht aber auch Journalismus als Option.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Soll ein generelles Verbot für die Nutzung digitaler Endgeräte an Grundschulen gelten? Darüber debattierte Charlotte Wich vom Sängerstadt-Gymnasium in Finsterwalde im Brandenburger Landtag. Das Thema war ihr bereits aus dem regionalen Vorentscheid bestens bekannt. Sie entschied sich für die Contra-Seite. Dass sie dann den „Jugend debattiert“-Wettbewerb in Brandenburg gewinnt und in den bundesweiten Vorentscheid kommt, hat sie nicht erwartet.
„Reden und Diskutieren haben mir schon immer Spaß gemacht“, sagt die 15-Jährige aus Betten. Auch Mutter Romy Wich bestätigt: „Ausdruck und Sprache waren bei Charlotte schon als Kind sehr ausgeprägt. Das hat man mir immer wieder gesagt.“ Ihre Deutschlehrerin Carolin Koßagk bestärkte sie dann, an „Jugend debattiert“ teilzunehmen.
So lief der bundesweite „Jugend debattiert“-Vorentscheid für die Finsterwalderin
Nach den Wettstreiten an ihrer Schule und auf Regional- sowie auf Landesebene, war es also am 6. Juni so weit. Charlotte Wich trat im Vorentscheid gegen 32 weitere Mitstreiter an. Intensiv hatte sie sich auf die komplexen Themen vorbereitet. Debattiert wurde gegeneinander in Zweierteams. Jeder Teilnehmer war zweimal dran.
Charlotte Wich erklärt: „Zunächst ging es um die Zuckersteuer, anschließend um Adelsbezeichnungen in Nachnamen wie beispielsweise ‚von ‘oder ‚zu‘.“ Ihre Leistungen würdigte die Jury mit dem 6. Platz. Damit verpasste sie das Finale nur knapp. Charlottes Ehrgeiz war getroffen, dennoch reagierte die 15-Jährige sehr demütig auf die Entscheidung: „Im Bundesentscheid steht jeder zu Recht und hat auch die Punktzahl verdient.“ Mit einem kleinen Grinsen erzählt sie, dass sie sich als Nachrückerin natürlich dennoch auf das Finale am nächsten Tag vorbereitet habe.
Mit dem Ergebnis ist Charlotte in jedem Fall sehr zufrieden. Sie sagt, sie habe alle Benefits, also Vorteile, mitgenommen. „Ich habe Seminare über sprachliche Weiterbildung erhalten, wurde im Alumniprogramm aufgenommen, wo ich ebenfalls Workshops erhalte zu Themen wie Sprechen oder Diskutieren“, erklärt Charlotte Wich.
Besonders gerne blickt sie auf die Seminarwoche in Bayern zurück. Zum Abschluss gab es dort einen Karaoke-Abend. Nächstes Jahr will sie erneut am Wettbewerb teilnehmen. „Klar, um Prüfungen muss ich mich dann auch kümmern, aber natürlich will ich gerne nochmal eine Runde debattieren.“

Jugend debattiert: Charlotte Wich vom Sängerstadt-Gymnasium in Finsterwalde gewann den Vorentscheid in Brandenburg.
Landtag BrandenburgDas sagen ihre Lehrer und Eltern über Charlotte
Carolin Koßagk ist Lehrerin am Sängerstadt-Gymnasium und unterrichtet Charlotte Wich im Wahlpflichtkurs Gesellschaftswissenschaften. Sie hatte bereits von Anfang an ein gutes Bauchgefühl, dass ihre Schülerin es weit schaffen kann: „Das, was Charlotte ausmacht, ist ihre Gesprächsfähigkeit, ihre Überzeugungskraft, ihre Lebendigkeit, die sie da mitbringt." Die Deutschlehrerin aus Finsterwalde empfindet, dass sich Charlotte durch den Wettbewerb und die anschließenden Seminare nochmals gesteigert hat.
„Rhetorisch ist sie von Mal zu Mal immer stärker geworden. Von Beginn an hatte sie einfach so eine natürliche Lebendigkeit in ihrer Vortragsweise. Man hört ihr einfach gerne zu“, berichtet Carolin Koßagk. Für die Lehrerin hat „Jugend debattiert“ genau das als Ziel – Schülern die Grundlagen des Debattierens und Erörterns beizubringen und Talente zu fördern.
Charlottes Eltern sind auf jeden Fall stolz auf ihre Tochter. Romy Wich: „Wir haben ja gesehen, wie viel Arbeit dahinter steckt und sind auf jeden Fall sehr stolz auf Charlotte, wie weit sie gekommen ist. Sie ist in der Zeit auch sehr gereift und gewachsen, finden wir.“ Sie freut sich ebenfalls, dass sie durch die verschiedenen Seminare gleichgesinnte im selben Jahr kennengelernt hat.

Beim bundesweiten Wettbewerb von Jugend debattiert wurde Charlotte Wich (2. von links) schließlich Sechste. 32 Teilnehmer aus ganz Deutschland nahmen teil.
Mike AuerbachKarriere nach „Jugend debattiert“ und Abitur in Finsterwalde
Lehrerin Carolin Koßagk lobt die Schulleitung für die Unterstützung. Auch Schüler aus der 9. und 11. Klasse haben bei der Vorbereitung auf die verschiedenen Wettkämpfe mitgeholfen. „Das Networking in der Schule“ habe super geklappt, sagt sie.
Durch die Seminare und den Status als Alumni-Mitglied bescheinigt Carolin Koßagk ihrer Schülerin ebenfalls ein gutes Network, um Kontakte zu knüpfen und Türen zu öffnen.
Vorherige „Jugend debattiert“-Gewinner haben eine Karriere in der Politik, der Verwaltung oder den Medien gestartet. Welchen Weg möchte Charlotte Wich einschlagen? Dazu sagt die 15-Jährige: „Der Wettbewerb hat meine Sicht auf meine berufliche Zukunft stark geändert. Ein Jurastudium kann ich mir mittlerweile sehr gut vorstellen.“ Ein Praktikum als Journalistin schließt sie ebenfalls nicht aus.

