Innovation in Elbe-Elster: Das steckt hinter dem neuen Zukunftspreis

Rüdiger Winde empfiehlt für Garten oder die Flächen ums Haus einen Hochstamm als Schattenspender und für die Bepflanzung an sonnigen Standorten Bitterwurz und Mittagsblumen. Gärtnereien stehen im Mittelpunkt des ersten Zukunftspreises in Elbe-Elster.
Frank Claus- Ab 2025 jährlicher Zukunftspreis für Innovationen im Landkreis Elbe-Elster.
- Preisgeld: 1000 Euro (privat), 5000 Euro (gewerblich).
- Ziel: Nachhaltigkeit und Innovation fördern.
- Bewerbung: Vorschläge einreichen, Eigenbewerbung möglich.
- Start: 2025, Fokus auf Gewerbe, besonders Gärtnereien.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Rüdiger Winde vom Gartenbau Winde in Schönborn verfolgt eine Mission. Seit mehr als zehn Jahren rettet er alte Apfel-, Birnen- und Kirschbäume. „Viele der alten Sorten sind nicht nur robuster gegenüber Krankheiten, sondern bieten auch ein einzigartiges Geschmackserlebnis“, erklärt Winde.
Mit seinem Wissen und Einsatz wäre der Gartenfachmann ein möglicher Kandidat für einen neuen Preis, den der Landkreis Elbe--Elster ins Leben rufen will. So soll der Kreistag in seiner nächsten Sitzung die Einführung des Zukunftspreises des Landkreises Elbe-Elster mit dem Titel „EE-Wert“ beschließen.
Zukunftspreis Elbe-Elster fördert Nachhaltigkeit und Innovation
Mit der jährlichen Verleihung des vom Landkreis initiierten und durch den Landrat verliehenen Zukunftspreises sollen die vielfältigen Erfolgsgeschichten im privaten und gewerblichen Sektor sichtbar gemacht werden, heißt es zur Begründung. Ziel sei es, andere dazu zu inspirieren, ähnliche Wege zu gehen und sich aktiv für eine nachhaltige Zukunft einzusetzen. Somit würden die Stärke und Innovationskraft, die aus der Elbe-Elster-Region selbst entstehe, verdeutlicht.
Durch die öffentliche Würdigung des Engagements und des Know-hows will der Landkreis eine Plattform bieten, um regionales Handeln zu fördern und zu stärken. Diese Auszeichnung soll, jährlich abwechselnd, in den Bereichen „privat“ und „gewerblich“ vergeben werden.
Doch wer kommt für einen Preis infrage? Im privaten Sektor wären das zum Beispiel Aktivitäten für die energieeffiziente Sanierung von Bestandsgebäuden, Energieautarkie von Bestands- beziehungsweise Neubauten, Reduzierung oder Mehrfachnutzung von Wasser, Biodiversität oder Entsiegelung.
Für den gewerblichen Bereich nennt der Landkreis als Beispiele regionale Stoffkreisläufe beziehungsweise Lieferketten, Ressourceneffizienz (Roh-, Zusatz- und Hilfsstoffe), klimaschonende und effiziente Produktion, Müll, Entsiegelung, Biodiversität oder Wissenstransfer.
Je Auswahlrunde soll es im privaten Bereich ein Preisgeld von 1000 Euro und im gewerblichen Bereich von 5000 Euro geben. Eine Aufteilung auf mehrere Preisträger sei möglich.
Jeder Einwohner kann dafür Vorschläge einreichen, Eigenbewerbungen sind ebenfalls möglich.
Preisgelder und Bewerbung – so funktioniert es
Über die Verleihung der Preise entscheidet der Ausschuss für Kreisentwicklung, Landwirtschaft und Umwelt des Kreistages des Landkreises Elbe-Elster im nichtöffentlichen Teil seiner Sitzung. Zur Bewertung können fach- und sachkundige Personen hinzugezogen werden. Der Preis wird in einer öffentlichen Veranstaltung verliehen.
Für den Start im Jahr 2025 soll der Preis im Bereich Gewerbe ausgelobt werden. Explizit können sich Gärtnereien bewerben, heißt es aus der Kreisverwaltung.
Beim Kreisgärtnertag im vergangenen Jahr hatten neun Betriebe aus Elbe-Elster ihre Ideen präsentiert. Die Bewahrung alter Sorten und Traditionen stand dabei ebenso im Mittelpunkt wie die Herausforderungen des Klimawandels und der schonende Umgang mit Ressourcen.

