Die beliebte Veranstaltungsreihe „Nachtbaden mit Open-Air-Kino“ in Finsterwalde steigt auch im Corona-Jahr 2020. Die Verdopplung der Eintrittspreise hatte auf Facebook zwar zu einer Auseinandersetzung der hitzigeren Art geführt, das lässt sich an der Besucherzahl jedoch nicht ablesen. Für den zweiten Freiluftkinostreifen am 23. Juli („Das perfekte Geheimnis“) gibt es schon seit Montag vergangener Woche keine Karten mehr.
Das Interesse veranlasst Stadtwerke-Bäderchef Torsten Marasus gemeinsam mit den Cineasten vom Finsterwalder Kino Weltspiegel dazu, noch eine vierte Vorführung hinten dran zu hängen. Auf den dritten Film „Berlin Calling“, für den es laut Torsten Marasus noch Tickets gibt, flimmert am Donnerstag, 6. August, demnach der Streifen „Mamma Mia 2“ in der Sing-Along-Version über schwimmende Leinwand und Freibadwasser. Klingt kompliziert, ist aber ganz einfach: Untertitel erlauben es den Sängerstädtern, Songs wie „Waterloo“ oder „Dancing Queen“ lauthals mitzusingen.

Weitere Verlängerung des Nachtbadens nicht ausgeschlossen

„Wenn es das Wetter zulässt und auch die Vorführungen so gefragt bleiben, können wir ganz kurzfristig reagieren und mit noch einem Film eine weitere Verlängerung dranhängen“, so der Finsterwalder Bäderchef.
Seit etwas mehr als drei Jahren schwimmt beim Nachtbaden mit Open-Air-Kino die Leinwand auf dem Wasser.
Seit etwas mehr als drei Jahren schwimmt beim Nachtbaden mit Open-Air-Kino die Leinwand auf dem Wasser.
© Foto: Torsten Marasus
Die Verdopplung der Eintrittspreise von drei auf sechs Euro ist coronabedingt, hatte Marasus vor zwei Wochen gegenüber der Rundschau erklärt. Aufgrund der Auflagen durch das Gesundheitsamt sind in diesem Jahr nur maximal 200 Menschen pro Vorstellung erlaubt.

Weniger Kinobesucher, aber gleiche Kosten in Finsterwalde

Bis zu 600 Menschen hatten sich einzelne Streifen unterm Sternenhimmel in den vergangenen Jahren nicht entgehen lassen. So habe die Reihe weitestgehend kostendeckend durchgeführt werden können. „Die Technik, die dafür gemietet werden muss, ist jedoch nicht günstiger geworden. Dazu kommen die Kosten für die Filmverleiher“, so der Bäderchef.