Halloween 2025 in Finsterwalde
: Wann die Kulturweberei zur Gruft wird

Vom Metallarbeiter zum Party-Organisator: DJ Wowa feiert eine Halloween-Party in der Kulturweberei. Was Besucher wissen müssen.
Von
Mario Sanders
Finsterwalde
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DJ Wowa, alias Waldimir Protasow, beschäftigt sich seit fast einem Jahr mit dem 31. Oktober 2025, um die Kulturweberei zu Halloween in eine Gruft zu verwandeln.

DJ Wowa, alias Waldimir Protasow, beschäftigt sich seit fast einem Jahr mit dem 31. Oktober 2025, um die Kulturweberei zu Halloween in eine Gruft zu verwandeln.

Mario Sanders
  • DJ Wowa veranstaltet am 31. Oktober 2025 eine Halloween-Party in der Kulturweberei Finsterwalde.
  • Die Location wird in eine Gruft verwandelt, zugänglich durch ein Labyrinth, Beginn um 21 Uhr.
  • Eintritt kostet 10 Euro, Preise für die besten Kostüme: 100, 50 und 25 Euro.
  • Blutrote Getränke, Snacks und Musik aus verschiedenen Genres sorgen für Stimmung.
  • Wowa rechnet mit 400–500 Gästen, Party richtet sich an Besucher ab 18 Jahren.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In der Kulturweberei von Finsterwalde wird Halloween gefeiert. Das ursprünglich keltische Fest ist inzwischen aus den USA wieder zurück nach Europa geschwappt und seit Jahren auch in Deutschland angekommen. Es wird am Abend des 31. Oktober 2025 auf unterschiedliche Art und Weise zelebriert.

DJ Wowa, alias Wladimir Protasow (34), möchte zu Halloween verkleidete, schaurig-schön geschminkte Menschen über 18 Jahren in der Kulturweberei sehen und sie in der Gruft, zu erreichen durch das Labyrinth, ab 21 Uhr zum Tanzen bringen.

DJ Wowa ist ein Mann mit vielseitigem Werdegang und großer Leidenschaft für Musik und Partys. Geboren 1991 im russischen Kalinin im Kaukasus, kam er bereits 1993 nach Deutschland, wo er in Goßmar aufwuchs und die Grundschule in Sonnewalde sowie die Oskar-Kjellberg-Oberschule in Finsterwalde besuchte. Nach einer Ausbildung zum Konstruktionsmechaniker bei der FIMAG, die er erfolgreich als Facharbeiter abschloss, sammelte er Berufserfahrung in verschiedenen Unternehmen der Metallbranche in Finsterwalde – von der FIMAG über Metallguss bis zu den Gebrüdern Richter.

Doch Wladimir entdeckte früh seine Leidenschaft für das Veranstalten von Partys. 2019 begann alles mit einer kleinen Disko in Lichterfeld und einer ausgelassenen Hofparty in Goßmar, die fast zu einem Dorffest wurde.

DJ Wowa wurde erfolgreich mit seiner Russen-Disco

Zum eigenen 25. Geburtstag ließ er sich von Wladimir Kaminers Buch „Russendisko“ und dem gleichnamigen Film inspirieren und organisierte eine Russen-Disco mit einem kreativen Dresscode: Frauen im Rock oder Kleidchen, Männer in Jogginghose und Hemd. Rund 80 Gäste feierten eine traumhafte Party – ein Erfolg, der ihn motivierte, dieses Konzept zu Silvester zu wiederholen. Mit Unterstützung von Freunden wie Marcel, Annika und Jacqueline Weinhold sowie Christian Putze, Tim Hannig und Michael Konzack wurde dies zu einer Veranstaltung mit fast 100 Gästen.

Die erste offizielle Russen-Disco fand in dem Gasthaus „Zur Linde“ von Massen statt. Obwohl die Resonanz nicht ganz den Erwartungen entsprach, herrschte eine mitreißende Stimmung. Die Musik reichte von 80er- und 90er-Jahre-Hits über Schlager bis hin zu russischen Klassikern. Danach folgten Partys in Lichterfeld, Goßmar, im Manhattan von Sonnewalde und in der Cafeteria des Unternehmens Kjellberg. Die Corona-Pandemie stoppte diese Aktivitäten abrupt, doch Wladimir blieb optimistisch und arbeitete in der Zwischenzeit als Corona-Tester.

Die Organisatoren der ersten offiziellen Russendisko in der Gaststätte Zur Linde in Massen

Die Organisatoren der ersten offiziellen Russen-Disco in der Gaststätte Zur Linde in Massen. Unten, der dritte von links, ist Wladimir Protasow.

Wladimir Protasow

Nach den Lockerungen plante er weiter und reagierte auch auf die schwierige politische Lage: Trotz der Spannungen nach Putins Überfall auf die Ukraine organisierte er eine Russen-Disco unter dem Motto „Spenden für die Ukraine“. Von den Einnahmen wurden 500 Euro an „Aktion Deutschland hilft“ gespendet. Die Veranstaltung zog so viele Besucher an wie nie zuvor und war ein starkes Zeichen gegen Hetze und Ausgrenzung. Für Wladimir, dessen Oma ukrainische, Mutter kasachische und Vater russische Wurzeln hat, steht fest, dass Musik Menschen verbinden kann.

Halloween in der Kulturweberei Finsterwalde

Vor knapp einem Jahr entstand die Idee zur Halloween-Party in der Kulturweberei Finsterwalde. Nach positiver Rückmeldung buchte Wowa für den 31. Oktober die Location und investierte in aufwendige Dekoration. Zusammen mit seiner ukrainischen Freundin Oksana Kolinska, die sich um die liebevolle Ausgestaltung kümmert, verwandelt er die Kulturweberei in eine schaurig-schöne Gruft. Blutrote Getränke wie Kirschlikör und Mexikaner werden serviert, die Bürgerkultur sorgt Snacks.

Die Halloween-Party startet um 21 Uhr und richtet sich an Gäste ab 18 Jahren. DJ Wowa setzt auf eine bunte Musikauswahl querbeet, die zum Tanzen und Feiern einlädt. Wer sich traut, durch das dunkle Labyrinth zur Tanzfläche zu schreiten, zahlt an der Abendkasse 10 Euro Eintritt. Für die drei besten Kostüme hat er attraktive Preise ausgelobt: 100 Euro für den ersten Platz, 50 und 25 Euro für die Plätze zwei und drei. Zudem erhalten besonders gruselig verkleidete und geschminkte Gäste ein Gratisgetränk. Insgesamt rechnet DJ Wowa mit 400 bis 500 Besuchern.