Berichte über brutale Angriffe auf Tiere, oft mit Waffengewalt, häufen sich in der Lausitz und in Elbe-Elster. Tierschützer und Psychologen schlagen Alarm. Sie sehen in der Tierquälerei ein Warnsignal vor möglichen Gewaltdelikten gegen Menschen.
Tatort Henriette (Elbe-Elster) Anfang April 2020: „Eine Trümmerfraktur im Unterkiefer mit zusätzlich hochgradigen Verletzungen der Weichteile“, lautet die Diagnose von Tierarzt Peter Hennig. Der zweieinhalb Jahre alte Kater Theo hatte keine Chance. Vermutet wird ein Schuss aus einem Kleinkalibergewehr.
Tierarztpraxis Hennig
Tatort Freienhufen am 28. April 2020: Die Katze Mauki der Familie Wolf ist mit einem Luftgewehr beschossen worden, ist nach dem Angriff ängstlich und scheu, will nicht mehr raus aus dem Haus und isst wenig.
Tatort Doberlug-Kirchhain Anfang April 2020: Auf dem Röntgenbild von Kater Tarzan sind drei Projektile zu sehen, zwei im Kopf, eins steckt in der Schulter, kurz vor der Wirbelsäule. Sehr wahrscheinlich ist fünf bis sechs Mal auf den zehn Monate alten Stubentiger geschossen worden. Inzwischen ist das Tier vollständig erblindet. Am Montag ist sein rechtes Auge entfernt worden. Gefunden wurde ein waffenscheinpflichtiges Jagddiabolo.
Franziska Bathelt-Peschel
Tatort Doberlug-Kirchhain Anfang April 2020: Der zehn Monate alte Kater Tarzan ist durch mehrere Schüsse aus einer Waffe auf ihn vollständig erblindet. Sein rechtes Auge ist inzwischen entfernt worden.
Franziska Bathelt-Peschel
Tatort Glinzig (Ortsteil von Kolkwitz) im Dezember 2019: Kater Floh wurde elfeinhalb Jahre alt. Jemand hat mit einem Luftgewehr auf ihn geschossen. Die Verletzungen waren so schwer, dass er daran starb.