In den frühen Morgenstunden des 8. September ist das beschauliche Finsterwalder Wohngebiet Langer Hacken jäh aufgeschreckt worden. Bis zum Dienstagnachmittag sicherten Kriminaltechniker an dem mutmaßlichen Tatort, einer Wohnung an der Grenzstraße, Spuren, nachdem eine 61-jährige Frau in dem Mehrfamilienhaus tot aufgefunden worden war.
In dem gepflegten Wohngebiet an der Finsterwalder Grenzstraße mit vielen blumigen Hinguckern auf den Balkonen leben vor allem Senioren. Die Menschen stehen nach dem Gewaltverbrechen, das mutmaßlich in diesem Block stattgefunden hat, unter Schock.
In dem gepflegten Wohngebiet an der Finsterwalder Grenzstraße mit vielen blumigen Hinguckern auf den Balkonen leben vor allem Senioren. Die Menschen stehen nach dem Gewaltverbrechen, das mutmaßlich in diesem Block stattgefunden hat, unter Schock.
© Foto: Henry Blumroth
Bei dem Gewaltverbrechen, wie es die Polizei nur wenige Stunden nach der Tat nannte, war der 66-jährige Ehemann der Getöteten, den Nachbarn als sehr freundlich und äußerst hilfsbereit beschreiben, aufgrund des Verdachts eines Tötungsdelikts vorläufig festgenommen worden (die Rundschau berichtete).

Staatsanwaltschaft Cottbus erlässt Haftbefehl gegen Ehemann

Jetzt gibt es neue Bewegungen in dem Fall: Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Cottbus ist beim Amtsgericht Bad Liebenwerda gegen den 66-jährigen Ehemann der Getöteten nun ein Haftbefehl erlassen und am Mittwoch, 9. September, vollstreckt worden. Darüber informieren Staatsanwaltschaft Cottbus sowie die Polizeidirektion Süd am Donnerstag in einer gemeinsamen Mitteilung. Der Mann ist demnach in eine Justizvollzugsanstalt überstellt worden.

Hintergründe des Gewaltverbrechens werden noch ermittelt

Wie die Polizei auf das Gewaltverbrechen aufmerksam geworden ist und was genau zum Tod der 61-Jährigen geführt hat, bleibt unklar. Die Ermittlungen zu den Todesumständen und zum Motiv dauern an, so Polizeisprecher Torsten Wendt.