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: Feuerwehrauto von Großbahren hat endlich ein Zuhause

Die Feuerwehr in Sonnewalde atmet auf. Nach 18 Jahren voller Rückschläge und Kampf gegen bürokratische Hürden ist das neue Gerätehaus in Großbahren bei Sonnewalde endlich fertig.
Von
Mario Sanders
Großbahren
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Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Großbahren hatten die Ehre, das Band zur Eröffnung des neuen und ersten Gerätehauses durchzuschneiden.

Ortswehrführer Stefan König (li) hatte auf dem Weg bis zur Eröffnung des Gerätehauses in Großbahren öfter den Gedanken, alles hinzuschmeißen. Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Großbahren hatten die Ehre, das Band zur Eröffnung des neuen und ersten Gerätehauses durchzuschneiden.

Mario Sanders
  • Neues Feuerwehrgerätehaus in Großbahren fertig und an die Wehr übergeben.
  • 18 Jahre Hürden: König und Lehmann setzten sich für Infrastruktur ein.
  • Finanzierung: 363.000 Euro Förderung, Gesamtkosten rund 600.000 Euro.
  • Fahrzeug stand jahrelang in privater Garage – dennoch war die Wehr stets einsatzbereit.
  • Nächster Schritt bis 2028: sechs Stellplätze für Kameraden am Gerätehaus.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Im Zentrum eines langen Ringens stehen zwei Namen: Stefan König, seit 2008 Ortswehrführer, und Christian Lehmann, sein Stellvertreter. Beide engagieren sich seit mehr als 18 Jahren ehrenamtlich in der Freiwilligen Feuerwehr Großbahren. Sie brachten Ausbildung, Schulung und Einsatzbereitschaft ihrer Mannschaft voran. Stefan König und Christian Lehmann kämpften darum, dass die Feuerwehr endlich die Infrastruktur bekommt, die sie für ihre Arbeit dringend braucht.

An Einsatzwillen mangelte es in Großbahren nie. Die Ortsfeuerwehr ist Teil des Löschzuges II der Feuerwehr Sonnewalde mit dem Stützpunkt Breitenau und entwickelte sich zu einer schlagkräftigen Einheit mit einsatzbereiten Atemschutzgeräteträgern. Was fehlte, war jedoch das Nötigste: ein eigenes Gerätehaus.

Besonders deutlich wurde dieser Missstand im Jahr 2017. Damals erhielt die Wehr ein Tragkraftspritzenfahrzeug aus Breitenau. Für die Einsatzfähigkeit war es notwendig. Doch ein passendes Feuerwehrhaus gab es nicht. Das Fahrzeug stand über Jahre in einer privaten Garage.

Trotz dieser schwierigen Bedingungen rückte die Feuerwehr bei jeder Alarmierung aus. „Kein einziges Mal mussten wir sagen: ‚Wir können nicht‘“, betont Christian Lehmann. Das Ehrenamt in den Dörfern bedeutet: Verlässlichkeit, Zusammenhalt und der Wille, Verantwortung zu übernehmen, selbst dann, wenn die äußeren Bedingungen unglaublich sind.

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Feuerwehr Sonnewalde: Kampf um Gerätehaus gegen Widerstand

Der Weg zum Gerätehaus wurde sehr lang. Bereits 2016 war im Rahmen einer Brandschutzkonzeption für die Stadt Sonnewalde eine langfristige Lösung angestrebt. Thomas Trodler, stellvertretender Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Elbe-Elster, begleitete die Entwicklung über Jahre, zunächst als Zugführer des Löschzuges II.

Thomas Trodler war lange Zugführer vom Löschzug II der Stadt Sonnewalde, zu dem die Großbahrener gehören. Er kämpfte ebenfalls intensiv um den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Großbahren. Hier fachsimpelt er mit dem Amtsdirektor Marten Frontzek (li.) und dem Vizepräsidenten des Landtages Brandenburg, Rainer Genilke, über die Ausstattung der Dörfer mit notwendiger Infrastruktur.

Thomas Trodler war lange Zugführer vom Löschzug II der Stadt Sonnewalde, zu dem die Feuerwehr Großbahren gehört. Er kämpfte intensiv um den Neubau des Feuerwehrgerätehauses und konnte sich jetzt mit Amtsdirektor des Amtes Kleine Elster, Marten Frontzek (l.) und dem Vizepräsidenten des Landtages Brandenburg, Rainer Genilke, über die weitere Ausstattung der Dörfer mit notwendiger Infrastruktur unterhalten.

Mario Sanders

„Mit dieser Konzeption wurde der Stadt ein Weg aufgezeigt, wie die Feuerwehr langfristig zukunftsfähig aufgestellt werden kann“, sagt Trodler. Bestandteil dieser Überlegungen war auch ein Neubau in Großbahren. Zunächst stand eine größere Lösung als gemeinsamer Standort für mehrere Ortsteile im Raum. Nach langen Diskussionen sei die Planung jedoch auf ein Gerätehaus mit einem Feuerwehr-Stellplatz für Großbahren reduziert worden.

2019 kaufte die Stadt das Grundstück für den Neubau. Doch es folgten weitere Debatten über Standort, Ausführung, Fördermittel und Prioritäten. „Zwischendurch gab es Momente, in denen wir glaubten: Jetzt haben wir es geschafft. Und kurz darauf mussten wir feststellen: Nein, doch nicht“, blickt Christian Lehmann zurück.

Trodler schildert die schwierigen Jahre danach: „Mit dem Wechsel im Bürgermeisteramt veränderte sich die Lage.“ Zwischenzeitlich gab es sogar einen privaten Interessenten für das vorgesehene Grundstück. „Dadurch kippte die Stimmung um das Projekt“, sagt er. Er wurde als Zugführer des Löschzuges II abberufen. „Ich setzte mich weiter für die Belange der Feuerwehr ein, unterstützte die Kameraden noch aus der zweiten Reihe mit Fachwissen.“

Feuerwehr Großbahren: gefördertes Gerätehaus fertig

Der Förderantrag wurde 2023 gestellt. Im Mai 2024 lag der Zuwendungsbescheid vor. Am 27. März 2025 fiel der offizielle Startschuss für den Bau. Am 18. Juli 2025 wurde Richtfest gefeiert. Nun ist das Gerätehaus fertig und seiner Bestimmung übergeben.

Finanziert wurde das Vorhaben mit 363.000 Euro Fördermitteln aus dem Brandenburg-Paket. Insgesamt belaufen sich die Kosten nach bisherigen Angaben auf rund 600.000 Euro, darunter 333.000 Euro für den Neubau und zuvor 30.000 Euro für den Abriss. Der Eigenanteil der Stadt Sonnewalde liegt damit bei rund 237.000 Euro.

Aufstellung der Kameraden zur feierlichen Einweihung des Feuerwehrgerätehauses in Großbahren nach vielen Jahren de sKampfes.

Aufstellung der Kameraden zur feierlichen Einweihung des Feuerwehrgerätehauses in Großbahren nach vielen Jahren der Bemühungen.

Mario Sanders

In Großbahren entstand „kein Palast, kein Luxusbau. Wir haben ein notwendiges und zeitgemäßes Feuerwehrgerätehaus“, betont Lehmann gegenüber Kritikern. Nach Jahren unzureichender Bedingungen stehen Sicherheit, Einsatzbereitschaft und Wertschätzung für ehrenamtliche Arbeit im Fokus.

Feuerwehrgerätehaus stärkt Ehrenamt und Einsatzbereitschaft

Das Gebäude ist sowohl Halle für das Feuerwehrfahrzeug, als auch Ort für Ausbildung, Schulung, Kameradschaft und Nachwuchsarbeit. Die Ortswehr zählt derzeit 21 aktive Mitglieder, dazu zehn Kinder und Jugendliche in der Jugendfeuerwehr sowie sechs Angehörige der Alters- und Ehrenabteilung.

Der „Dauerbeschuss“ sei beendet, das ständige Drängen bei Verwaltung und Politik vorbei. Nach 18 Jahren Kampf gegen Bürokratie und Gegenwind sei das Ziel endlich erreicht, freut sich Christian Lehmann.

Christian Lehmann, am Pult, ist froh, nach dem jahrelangen Kampf endlich das Gerätehaus übernehmen zu können. Doch weitere Aufgaben warten noch. Hinten links sind Ortswehrführer Stefan König und daneben Torsten Lehnig, seit Juni 2026 der Stadtbrandmeister von Sonnewalde, begeistert bei der Zeremonie.

Christian Lehmann, am Pult, ist froh, nach dem jahrelangen Kampf endlich das Gerätehaus übernehmen zu können. Doch weitere Aufgaben warten noch. Hinten links sind Ortswehrführer Stefan König und daneben Torsten Lehnig, seit Juni 2026 der Stadtbrandmeister von Sonnewalde, angespannt bei der Zeremonie.

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Ende des Kampfes? Nein. Es sollen noch sechs Stellplätze für die Kameraden geschaffen werden, die im Einsatzfall zum Gerätehaus kommen. Ursprünglich seien neun Plätze vorgesehen gewesen, letztlich habe es dazu aber eine Abstimmung mit der Feuerwehrunfallkasse gegeben.

Bis 2028 soll auch dieser Abschnitt abgeschlossen sein, wünscht sich Torsten Lehnig. Er ist Stadtbrandmeister seit Juni 2026 von Sonnewalde. Stolz sagt er: „Hier können die Werte Ehrenamt und Kameradschaft nun bestens gelebt werden.“