Als Polizei und Feuerwehr am Samstagmorgen am Brandort eintrafen, stand der Lidl-Markt in der Bahnhofsallee in Doberlug-Kirchhain bereits in voller Ausdehnung in Flammen. Große Teile des Daches waren bereits eingestürzt.
Die Feuerwehren waren um 2.24 Uhr alarmiert worden. Nach Angaben der Cottbuser Leitstelle habe die Polizei den Brand gemeldet. Doberlug-Kirchhains Stadtbrandmeister René Wunderlich: „Wegen der großen Ausdehnung haben wir dann auch gleich über die Polizei den Hinweis erhalten, doch die Finsterwalder Drehleiter gleich mit zu alarmieren.“

Benachbarter Doberlug-Kirchhainer Getränkemarkt geschützt

Hauptaufgabe der Kameraden sei es gewesen, den benachbarten Getränkemarkt zu sichern und ein Übergreifen der Flammen zu verhindern. „Das ist gelungen, der weist nicht mal Rußspuren auf“, sagt René Wunderlich und lobt die gute Zusammenarbeit aller 63 Kameraden am Einsatzort. Ein Flachspiegelbrunnen gebe es direkt am Markt, aus einem weiteren, etwa einen Kilometer entfernten, wurde Wasser über eine verlegte Schlauchleitung gezogen.
Bis gegen 6.30 Uhr waren die Kameraden im Einsatz, kurz danach haben bereits Kriminaltechniker die Arbeit aufgenommen. Hinweise zur Brandursache gibt es momentan keine. Ob es Zusammenhänge zu den Bränden von Supermärkten in Uebigau und Falkenberg, die im Juli des vergangenen Jahres in kurzen Abständen hintereinander in einer Nacht brannten, gibt, ist völlig offen. Möglich könne auch ein technischer Defekt sein. Der eingetretene Schaden könne laut Polizeisprecherin Ines Filohn noch nicht beziffert werden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen unmittelbar aufgenommen. Sobald der Brandort betreten werden kann, werden Spezialisten der Kriminaltechnik die Spurensuche- und Sicherung zur Klärung der Ursache aufnehmen.