Feuerwehr-EM in Bulgarien
: Silber für Elbe-Elster – Lisette Jüngling mit neuen Rekorden

Lisette Jüngling aus Pießig, Ortsteil von Sonnewalde, schreibt mit ihrer Rekordjagd bei der Feuerwehr-EM in Bulgarien Sportgeschichte.
Von
Mario Sanders
Sonnewalde
Jetzt in der App anhören
Vom 24. Bis 30. August nahmen die deutschen Männer- und Frauenteams, darunter Sportler aus dem Elbe-Elster Kreis, an den ersten Europameisterschaften im Feuerwehrsport in Bulgarien teil.

Die deutschen Männer- und Frauenteams, darunter Sportler aus dem Elbe-Elster Kreis, die an den ersten Europameisterschaften im Feuerwehrsport in Bulgarien teilgenommen haben.

Kirsten Noack
  • Feuerwehr-EM in Bulgarien: Silber für Männerteam Elbe-Elster im Löschangriff.
  • Lisette Jüngling bricht drei deutsche Rekorde, u. a. 7,87 Sek. im Hakenleitersteigen.
  • Frauen: 3. Platz in Staffel, Hindernisbahn und Gesamtwertung.
  • Männer: 4. Platz in Hakenleitersteigen, Hindernisbahn und Gesamtwertung.
  • Abschluss mit Zeremonie, Medaillen, Pokalen und Feuerwerk in Borovets.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Vom 24. bis 30. August nahmen Lisette Jüngling und Maik Endemann aus Elbe-Elster mit den deutschen Männer- und Frauenteams an den ersten Europameisterschaften im Feuerwehrsport in Bulgarien mit großem Erfolg und zahlreichen Rekorden teil.

Die Reise begann am 24. August frühmorgens in Pießig für Lisette und in Frankenhain, Ortsteil von Schlieben, für Maik, um nach rund 16 Stunden Fahrt mit den Mannschaften das Hotel im bulgarischen Skigebiet Borovets zu erreichen. „Jeder Einzelne trug die Kosten für Anreise, Unterkunft und Start selbst, insgesamt rund 15.000 Euro. Unterstützung erhielten die Teams lediglich von den Landkreisen Spree-Neiße und Belgern-Schildau, die Transporter zur Verfügung stellten“, erklärt Maik Endemann, der später beim Löschangriff mit der Mannschaft Vizeeuropameister werden sollte.

Deutsche Frauen mit Rekorden und Podestplätzen bei EM Bulgarien

Die erstklassigen Sportanlagen versprachen faire Bedingungen für spannende Wettkämpfe. Die begannen mit der Disziplin Hakenleitersteigen. Das Männerteam erkämpfte sich den 4. Platz in der Mannschaftswertung. Das Frauenteam startete mit einem Paukenschlag: Lisette Jüngling verbesserte ihren eigenen deutschen Rekord auf 7,87 Sekunden. In der Mannschaftswertung sicherten sich die Frauen den 3. Platz.

Die deutschen Frauen und Männer des Feuerwehrsports erreichen bei der EM in Bulgarien vom 24. bis 30. August 2025 herausragende Resultate. (Reihe unten von rechts die Dritte - Lisette Jüngling, oben, sechster von rechts Maik Endemann)

Die deutschen Frauen und Männer des Feuerwehrsports erreichen bei der EM in Bulgarien herausragende Resultate. (unten, 3.v.r. Lisette Jüngling, oben, 6.v.r. Maik Endemann)

Kirsten Noack

Am nächsten Tag folgte die 100-Meter-Hindernisbahn. Nach einem schwierigen ersten Durchgang erreichten die Männer erneut den 4. Platz. Die Frauen begeisterten: Lisette Jüngling stellte mit 17,47 Sekunden auch hier einen neuen deutschen Rekord auf. Laura Wolf überzeugte mit einer persönlichen Bestzeit von 17,69 Sekunden. Im Zweikampf Hakenleitersteigen und Hindernisbahn setzte Jüngling mit 25,34 Sekunden ebenfalls eine neue Bestmarke. Das Frauenteam sicherte sich erneut Rang 3.

EM-Silber im Löschangriff für Elbe-Elster

Schließlich traten die Teams im Löschangriff nass an. Das Männerteam stellte im ersten Durchgang mit 24,95 Sekunden einen neuen deutschen Rekord auf und wurde am Ende Vize-Europameister hinter Tschechien. Hier belegten die Frauen Platz vier. Als krönenden Abschluss erkämpften die Frauen in der 4x100-Meter-Feuerwehrstaffel mit Laura Wolf, Lisette Jüngling, Annekatrin Hempel und Kirsten Noack in 66,41 Sekunden einen neuen deutschen Rekord. Damit erreichte das Frauenteam Platz 3 in der Staffel sowie in der Gesamtwertung.

„Die Meisterschaft endete mit einer feierlichen Zeremonie, an der auch der bulgarische Ministerpräsident teilnahm. Medaillen, Pokale und ein großes Feuerwerk bildeten den würdigen Abschluss einer erfolgreichen Woche“, berichtet Lisette Jüngling, die stolz ist „auf unsere Athletinnen und Athleten, die mit großem Einsatz und Leidenschaft Deutschland vertraten.“