Brauhaus Finsterwalde
: Gold und Silber – Markus Klosterhoff räumt international ab

Seit 25 Jahren braut Markus Klosterhoff Bier in Finsterwalde. Gern nimmt er mit seinen Kreationen an Wettbewerben teil. Erstmals holt er internationale Diplome nach Finsterwalde.
Von
Jürgen Weser
Finsterwalde
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Braumeister Markus Klosterhoff vom Brauhaus Finsterwalde vor seinen in diesem Frühjahr verliehenen Siegerurkunden.

Braumeister Markus Klosterhoff vom Brauhaus Finsterwalde vor seinen in diesem Frühjahr verliehenen Siegerurkunden.

Jürgen Weser
  • Markus Klosterhoff gewann internationale Bierpreise in Lyon und London für seine Kreationen.
  • Er braut seit 25 Jahren Bier in Finsterwalde und nimmt seit 2013 an Wettbewerben teil.
  • Am 1. Mai startet die Biergarten-Saison, u.a. mit einem Weizenbieranstich und Live-Musik.
  • Klosterhoffs Biere werden nach Kriterien wie Schaumkrone und Aroma bewertet.
  • Neue Ideen wie Kunst-Etiketten und ein neues Bier namens "Der alte Koswig" sind geplant.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am 1. Mai eröffnen wieder zahlreiche Biergärten ihre Saison. Dazu gehören in Finsterwalde die Gärten an der Gaststätte „Zur Erholung“, vor „Radsche“, am Gasthof „Alt-Nauendorf“ und der Hopfengarten am „Brauhaus“. Freunde eines kühlen Bieres werden mit besonderen Angeboten gelockt. Auf ausgezeichnete Biergenüsse im direkten Sinne darf man sich im Brauhausgarten freuen – vor allem auf den Weizenbieranstich um 11 Uhr und auf Live Musik mit „Herr Schmitt“.

Pünktlich zur Freiluftsaison ist der langjährige Brauhaus-Braumeister Markus Klosterhoff für seine Braukunst mit besonderen Auszeichnungen geehrt worden. Seit 2013 nimmt Klosterhoff an Wettbewerben mit von ihm kreierten Biersorten teil und stellt sich bewusst der Konkurrenz. „Ich möchte wissen, wie meine Produkte von Fachleuten und Laien, also normalen Biertrinkern, bewertet werden“, so seine Motivation.

Markus Klosterhoff erstmals bei internationalen Wettbewerben

Bisher waren es ausschließlich nationale Wettbewerbe, an denen er erfolgreich teilgenommen hat. Zahlreiche Urkunden im Brauhaus zeugen davon. In diesem Jahr hat sich Markus Klosterhoff auf die internationale Wettbewerbsebene gewagt und zwar im März bei den renommierte Wettbewerben Concours International Lyon und im April bei den London Tasting Awards in London.

Als Reaktion flatterten Urkunden mit zweimal Goldbewertungen aus Lyon für Markus Klosterhoffs „Radikator“-Bier sowie ein Festbier und aus London einmal Gold, auch für „Radikator“, und zweimal Silber für Festbier und Pilsener ins Brauhaus.

Im Brauhaus Finsterwalde: Braumeister Markus Klosterhoff bei einer zurückliegenden Hopfenernte. (

Braumeister Marcus Klosterhoff freut sich mit Hopfenprinzessin Edda über die gute Ernste.

Braumeister Markus Klosterhoff freut sich mit Hopfenprinzessin Edda über eine gute Hopfenernte im Brauhausgarten Finsterwalde.

Archivfoto Jürgen Weser

Die Freude ist groß, aber für Brauhauschef Uwe Oppitz kommen die internationalen Ehrungen nicht überraschend. „Wir sind stolz, seit über 25 Jahren unseren Diplombraumeister, der zu den besten Braumeistern in Deutschland gehört, im Team zu haben. Vor allem für seine Spitzenbiere, aber auch für seine Innovationen bei der Entwicklung neuer Bierprodukte wie im vergangenen Jahr das kurzfristig gebraute ‚Präsidenten-Bräu‘, welches im Schloss Bellevue anlässlich des Staatsbesuches vom französischen Präsidenten getrunken wurde.“

Auch die Idee des „Auerhuhn“-Biers spricht dafür, dass es ihm um mehr als nur Bier geht. Einmal im Jahr wird Markus Klosterhoff zum Innovations-Workshop eingeladen, wo auf Bierdeckeln neue Ideen protokolliert und später umgesetzt werden.

Ein gutes Bier: Schaumkrone, Geruch, Aroma, Geschmack

Bei den nationalen und internationalen Wettbewerben, so macht Klosterhoff deutlich, gehe es nicht um bloße Bierverkostung. Eine Jury aus Fachleuten und Endverbrauchern, deren Mitglieder sensorisch und auf Geschmacksfähigkeit geprüft wurden, legt einen 100 Punkte Bewertungsschlüssel zugrunde, der Kriterien wie Schaumkrone, Geruchsintensität, Aromen, Geschmack als Mundgefühl und beim Nachtrunk schließlich zu einem Gesamteindruck und einer Gesamtbewertung zusammenfügt.

„Für mich ist einerseits wichtig, dass ich weiß, meine Biersorten sind international anerkannt, andererseits kann ich damit unsere Brauerei weiter bekannt machen und für deren geschäftlichen Erfolg sorgen.“

Die nächsten Ideen sind schon gereift. Gemeinsam mit der Gröbitzer Künstlerin Stephanie Mai sollen Kunst-Etiketten für die gebrauten Biere entwickelt werden. Gerade erst hat Stephanie Mai eine Wandbemalung, die Finsterwalder Biergeschichte erzählt, an das Brauhaus zur Hopfengartenseite angebracht. Dazu will Markus Klosterhoff ein neues Bier auf den Markt bringen – mit dem Namen „Der alte Koswig“, womit an die gewonnene Bierwette um die heutige Bürgerheide erinnert wird.