Von einem „phantastischen Konzerterlebnis“ schwärmte nicht nur Christel Dorn am Freitagabend, 31. Juli, vor der spätromantischen Feldsteinkirche in der Gemeinde Massen bei Finsterwalde. Orgelkonzerte haben die meisten Besucher der zwei Konzerte schon viele erlebt, aber solch ein spezielles wohl fast alle zum ersten Mal.
Das Organisten-Duo Iris und Carsten Lenz aus Wiesbaden mit Orgelheimat Ingelheim am Rhein boten „ein Orgel-Feuerwerk mit vier Händen und vier Füßen“ gleichzeitig an der Orgel und brachten dabei bekannte Melodien auf besondere Weise zu Gehör. „Ich habe die Orgel noch nie so erlebt“, zeigte sich auch Pfarrerin Kerstin Höpner-Miech begeistert. Kein Wunder, denn das Ehepaar Lenz gehört zu den führenden Orgel-Duos in Europa. „Konzerte in kleinen Kirchen wie in Massen sind uns ebenso wichtig wie in Großstädten Europas und der USA“, bekräftigt Carsten Lenz die Bereitschaft, in Massen wegen der Corona-Beschränkungen gleich zwei Konzerte durchzuführen.

Orgelmusiker spielen in Massen Mozart, Händel und Ragtime

An der Orgel von Christoph Schröther dem Jüngeren, die ab 2014 restauriert wurde, gab es die Begrüßung mit Händels „Halleluja“, danach unter anderem knackige Instrumentierung von Mozarts „Türkischem Marsch“, „Ragtime mit vier Füßen“ und Beethovens „Freude schöner Götterfunken“ besonders empathisch gespielt. Dazu begeisterte die Besucher, das Feuerwerk der Hände und Füße auf großer Leinwand auch sehen zu können und von Carsten Lenz unterhaltsam mit Wissen zum Orgelspiel und zur Orgellandschaft versorgt zu werden. Da das Pfarramt Massen bestens für die Einhaltung aller Corona-Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln gesorgt hatte, konnten die Besucher beider Konzerte das besondere Orgelerlebnis „als Medizin Gottes gegen Kümmernisse“, wie Pfarrerin Höpner-Miech zu Beginn versprochen hatte, ganz ohne Sorge genießen. Viel Beifall gab es als Dankeschön.
Weitere Artikel aus Finsterwalde und Umgebung finden Sie hier.