Almabtrieb in Lieskau: Die ganze Story hinter dem 25. Jubiläum

Viel los beim Niederlausitzer Almabtrieb in Lieskau. Die Veranstaltung bei Finsterwalde feiert 2025 zum 25. Mal.
Matthias Schober | Strike Design- Lieskau feiert am 5. Oktober den 25. Niederlausitzer Almabtrieb mit hunderten Gästen.
- Veranstalter ist der Traditionsförderverein Lieskau, gegründet 1996 von zehn Dorfbewohnern.
- Bühnenprogramm mit Klassikern wie Bogentanz, Schuhplattler-Polka und Auftritten der Almrocker.
- Highlights: 600 Schafe, Ponyreiten, regionale Stände, traditionelle Speisen und Livemusik.
- Eintritt: 5 Euro, Kinder bis zwölf kostenfrei; Besucherzahl hängt vom Wetter ab.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Alm gibt es nur in Süddeutschland? In Lieskau bei Finsterwalde sieht man das anders. Denn hier gibt es am kommenden Sonntag (5. Oktober 2025) den mittlerweile 25. Almabtrieb. Zur Lieskauer Alm, mit einer sagenhaften Höhe von 15.300 cm über Normalnull, werden wieder hunderte Gäste aus nah und fern anreisen.
Dabei wohnen in Lieskau selbst nur etwa 240 Einwohner. Wie funktioniert das? Und was haben sich die Veranstalter für das Jubiläumsfest überlegt?
Almabtrieb bei Finsterwalde – wie die Veranstaltung an Fahrt aufnahm
Hinter der Idee des Niederlausitzer Almabtriebs steckt der Traditionsförderverein Lieskau, der im Jahr 1996 von zehn Dorfbewohnern gegründet wurde. Der Verein unterstützt die jährlichen Veranstaltungen im Ort. Neujahr, Ostern, Sommerfest, Kirmestanz, Weihnachten – der Programmplan ist ordentlich gefüllt. Doch etwas ganz Besonderes ist der Almabtrieb, die Alpentradition im Elbe-Elster-Land.
Wilfried Lange ist seit drei Jahren der Vereinsvorsitzende. Er berichtet: „Der Almabtrieb ist bei einer Biertischrunde entstanden.“ Feiern und was machen standen im Vordergrund. So wurde das Dorffest zum Almabtrieb. Hier wird das ländliche Leben nicht nur dargestellt, sondern auch geehrt.

Beim Almabtrieb in Leskau bei Finsterwalde wird das Dorfleben gefeiert.
Matthias Schober | Strike Design„Und das immer am ersten Sonntag im Oktober“, fügt Wilfried Lange hinzu. Das ist von Beginn an genau kalkuliert. Der Vorsitzende erläutert: „Im Sommer gibt es viele Veranstaltungen, bei denen sich die Veranstalter gegenseitig die Gäste wegnehmen. Der Almabtrieb ist regional die letzte Open Air Veranstaltung.“
Besonders ältere Mitbürger würden den Almabtrieb gerne besuchen, so Wilfried Lange. Sie nutzen die Veranstaltung, um soziale Kontakte vor dem Wintereinbruch zu pflegen. „Durch den Almabtrieb lebt das ganze Dorf“, ist sich Lange sichern.
Das hat sich geändert in 25 Jahren Almabtrieb in Lieskau
Der Niederlausitzer Almabtrieb hat einst vor mehr als 25 Jahren klein angefangen. Doch über die Jahre hinweg ist die Veranstaltung immer größer geworden – vor allem wegen der Ideen der Einwohner. „Ich muss schon manchen interessierten Händler absagen. Wir haben hier auch bewusst wenig Platz. Das muss zu uns passen“, erklärt Wilfried Lange.
Mittlerweile zählt der Traditionsförderverein 36 Mitglieder. Ältere Vereinsmitglieder wollen zwar kürzertreten, aber dafür würden jüngere hinzukommen. Diese bringen sich dafür umso mehr mit neuen Ideen ein, lobt ihr Vereinsvorsitzende Wilfried Lange.

Ins Bühnenprogramm schaffen es die besten Nummern der vergangenen Jahre.
Matthias Schober | Strike DesignUnd dennoch: der Charakter des Almabtriebs hat sich in 25 Jahren kaum geändert. Blasmusik, Händlermarkt, Almabtrieb, günstiger Kaffee und Kuchen sowie ein buntes Programm der Lieskauer. Das kommt gut an bei den Gästen.
Was für das Jubiläumsfest in Lieskau geplant ist
Daran soll sich auch beim 25. Jubiläumsfest nichts ändern. Lieskauer Kinder und Erwachsene von 8 bis 78 Jahren zeigen beim Bühnenprogramm unterhaltsame Ausschnitte der vergangenen Jahre. „Dazu gehören echte Klassiker, die immer gut beim Publikum angekommen sind“, berichtet Annette Zickert, die für das Programm verantwortlich ist.
Darunter zählen der Bogentanz der Almrocker, die schwungvollen Auftritte der Mädchentanzgruppe und der Holzhackerbuben sowie die Schuhplattler-Polka. Auch der traditionelle Bankplattler, für den eigens Bänke angefertigt wurden und der seit Beginn fester Bestandteil des Programms ist, wird erneut aufgeführt.
Als Highlight wurden Andreas Bergener und seine Schlossberg Musikanten engagiert. Fans des Almabtriebs dürfen sich auf viele verschiedene Tiere freuen, darunter auf etwa 600 Schafe. Wilfried Lange fügt hinzu: „Für die Kinder bietet die Ponyakademie Leonhardt aus Langengrassau kostenloses Ponyreiten an.“
Beim Händlermarkt wird es regionale Teilnehmer und Stände geben, unter anderem mit Naturkäse, Fisch, Korbmacher und Töpfereien. Die angebotenen Speisen reichen von deftiger Schlachteplatte und original Lieskauer Schaschlik über Wildgulasch und Erbsensuppe aus der Gulaschkanone bis hin zu frischen Waffeln und leckerem Kuchen.

Wilfried Lange hofft auf einen ähnlich guten Ansturm wie im vergangenen Jahr.
Matthias Schober | Strike DesignDer Eintritt kostet am kommenden Sonntag (5. Oktober) fünf Euro. Kinder bis zwölf Jahre erhalten kostenfreien Zugang.
Wie viele Besucher kommen werden, kann Wilfried Lange nicht einschätzen. „Das ist natürlich auch wetterabhängig“, berichtet der Vorsitzende des Traditionsfördervereins Lieskau. Und fügt hinzu: „Wir gehen von vielen Gästen aus nah und fern aus. Gerne so viele wie in den vergangenen Jahren.“


