ZDF in Bad Liebenwerda
: Weshalb der Sender mit drei Trucks auf dem Marktplatz steht

UPDATE 23.11.2025, 9:19 Uhr: Das sorgt für Gesprächsstoff in Bad Liebenwerda: Sendet das ZDF wegen der Querelen in der Verbandsgemeinde und den Debatten zur Anzeige gegen den Landrat aus der Kurstadt?
Von
Frank Claus
Bad Liebenwerda
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Alles startklar für den Fernsehgottesdienst in der St. Nikolaikirche in Bad Liebenwerda.

Alles startklar für den ZDF-Fernsehgottesdienst in der St. Nikolaikirche in Bad Liebenwerda.

Felix Kaube
  • ZDF überträgt am 23. November 2025 einen evangelischen Fernsehgottesdienst aus Bad Liebenwerda.
  • Thema des Gottesdienstes: „Was tröstet?“ – mit Fokus auf Trauerbewältigung und Trost.
  • Besucher sollen 30 Minuten vor Beginn um 9.30 Uhr in der St.-Nikolai-Kirche sein.
  • Regionale Geschichten und Musik von Kirchen- und Posaunenchor prägen die Übertragung.
  • Liveübertragung im ZDF erreicht rund 700.000 Zuschauer bundesweit.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Landkreis Elbe-Elster steht in diesen Wochen zumindest brandenburgweit in den Schlagzeilen. Da will die Stadt Falkenberg aus dem Pilotprojekt des Landes, der Verbandsgemeinde, aussteigen. Nur fünf Jahre hätte damit die Ehe mit den anderen drei Städten Bad Liebenwerda, Mühlberg und Uebigau-Wahrenbrück gehalten.

Und dann hat die „Initiative Klinikrettung“ eine Anzeige gegen den Elbe-Elster-Landrat wegen vermuteter Untreue gestellt. Das fällt in eine Zeit, in der im Landkreis der Neubau eines Krankenhauses an zentraler Stelle beschlossen ist und die drei Krankenhäuser in Finsterwalde, Elsterwerda und Herzberg zu Gesundheitszentren umgebaut werden sollen.

Doch interessieren diese beiden Vorgänge auch bundesweit und rollt das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) deshalb gleich mit drei Trucks auf den Marktplatz Bad Liebenwerda, um live zu senden?

ZDF in Bad Liebenwerda: Fernsehgottesdienst zum Totensonntag

Saskia Bugajowa, Sprecherin des evangelischen Kirchenkreises, kann den Medienauflauf vor der Kirche erklären. Am Sonntag, 23. November 2025, wird aus der St.-Nikolai-Kirche in Bad Liebenwerda ein evangelischer Fernsehgottesdienst live im ZDF übertragen. Beginn ist um 9.30 Uhr. Schon kurz nach 8.30 Uhr kommen die ersten Gottesdienstbesucher. Sie wollen das besondere Ereignis in ihrer Kirchengemeinde nicht verpassen.

Die Kirche ist gut gefüllt. Am Sonntag wird aus Bad Liebenwerda der Fernsehgottesdienst live aus Bad Liebenwerda im ZDF übertragen.

Die Kirche ist gut gefüllt. Am Sonntag (23. November 2025) wird der Fernsehgottesdienst live aus Bad Liebenwerda im ZDF übertragen.

Dorothea Voigt

In der Kirche stehen mehrere Kameras, wird für zusätzliches Licht gesorgt, stehen Techniker an Reglern und ist die Crew in den Übertragungswagen startklar. Die Mitglieder des Chores warten gebannt und die Musiker des Posaunenchores stimmen ihre Instrumente.

Der Gottesdienst steht unter der Frage „Was tröstet?“ – passend zum Ewigkeitssonntag, an dem in vielen Gemeinden der Verstorbenen des zurückliegenden Jahres gedacht wird. Dabei richtet sich der Blick nicht nur auf den Verlust, sondern auch auf die Frage, wie Menschen Trauer bewältigen und wo sie Trost finden.

Bis in die späten Abendstunden wird in Bad Liebenwerda geprobt.

Bis in die späten Abendstunden wird in Bad Liebenwerda geprobt.

Katrin Schmidtke

Im Gottesdienst kommen der Sprecherin zufolge Menschen aus Bad Liebenwerda zu Wort und erzählen von ihren Erfahrungen mit Abschied, Trauer, Hoffnung und Begleitung. „Ihre persönlichen Geschichten machen deutlich, dass Trost viele Formen haben kann – ein Gespräch, ein Mensch, ein Erinnerungsstück oder der Glaube“, so Saskia Bugajowa.

Wer live dabei sein will, muss 30 Minuten eher Platz nehmen

Besucherinnen und Besucher, die den Gottesdienst vor Ort miterleben möchten, sind gebeten worden, 30 Minuten vor Beginn (also 9 Uhr) in der Kirche zu sein, da während der Liveübertragung keine Bewegungen im Innenraum möglich sind. Das hat geklappt, die Kirche ist sehr gut besucht. Mit der Ausstrahlung des Gottesdienstes erreiche die St.-Nikolai-Kirche ein bundesweites Publikum und setze ein Zeichen: „Trauer hat ihren Raum, und Trost darf gesucht und gefunden werden“, so die Sprecherin.

Kantorin Dorothea Voigt: „Die Proben laufen seit Wochen auf Hochtouren.“ Der Kirchenchor probe ebenso intensiv wie der Posaunenchor. Freilich, so berichtet sie, sei auch sie angesichts vieler Technik vor und in der Kirche schon gefragt worden, ob der große Aufwand nötig sei. Liveübertragungen, so sei ihr berichtet worden, seien nach wie vor aufwändig. Den Gottesdienst in der Kirche würden zumeist etwa 700.000 Zuschauer an den Fernsehgeräten verfolgen.