Wo kann ich mein Obst verkaufen?
: Die Infos zu den Obstannahmestellen in Elbe-Elster

Wo kann ich meine Äpfel verkaufen?: Der Obst- und Gartenbauverein Hohenleipisch organisiert Aufkäufe. Auch in anderen Orten in Elbe-Elster gibt es Annahmestellen.
Von
Veit Rösler
Hohenleipisch
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Apfelaufkauf mit Rekordbeteiligung – Natur beschert durch Phänomen fettes Apfeljahr: Apfelaufkauf mit Rekordbeteiligung – Natur beschert durch Phänomen fettes Apfeljahr
- Mitglieder des Hohenleipischer Obst- und Gartenbauvereins

Andrang beim Apfelaufkauf an der Obstannahmestelle des Hohenleipischer Obst- und Gartenbauvereins.

Veit Rösler
  • Obstannahmestellen in Elbe-Elster: Hohenleipisch, Bad Liebenwerda und weitere Orte.
  • Apfelaufkauf in Hohenleipisch: montags 17–18 Uhr bis Mitte Oktober, Quitten im nächsten Monat.
  • Bauer Fruchtsaft GmbH verarbeitet Obst zu Säften und Nektaren – Geld oder Saft als Gegenleistung.
  • Schwankende Erträge durch Alternanz und Wetter; Äppelmoid Jana Reichel erklärt Hintergründe.
  • Annahmestellen: Hohenleipisch (03533 60740), Bad Liebenwerda (035341 49890) und weitere Orte.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

So etwas hat es hier zuletzt vor über 35 Jahren gegeben, noch zu DDR-Zeiten. Eine lange Schlange Apfellieferanten wartet geduldig im Bauernring von Hohenleipisch. Gekommen sind sie mit voll beladenen Handwagen, Schubkarren, Minitraktoren, Oldtimern, zu Zugmaschinen umfunktionierten Rasenmähern und natürlich mit dem Auto.

Der vom Obst- und Gartenbauverein organisierte Aufkauf von Äpfeln stößt auf eine enorme Resonanz. „Wir haben schon an den ersten beiden Tagen mehr Äpfel angenommen als sonst in einem ganzen Jahr“, erklärt Vereinsvorsitzender Gert Anders. Bis Mitte Oktober soll der Obstankauf im Bauernring 9 angeboten werden, immer montags von 17 bis 18 Uhr. Im nächsten Monat werden auch Quitten angenommen.

Aus dem Obst werden bei der Bauer Fruchtsaft GmbH in Bad Liebenwerda hochwertige Säfte und Nektare hergestellt. Für die abgegebenen Früchte gibt es entweder Geld oder Säfte aus dem zehn Produkte umfassenden Lohnobstsortiment.

Warum die Apfelernte nicht jedes Jahr gleich ausfällt

Zu dem hervorragenden Obstjahr sagt die Diplom-Ingenieurin für Gartenbau und amtierende Äppelmoid Jana Reichel: „Durch ein natürliches Phänomen kommt es zu einem regelmäßigen Wechsel von Jahren mit reicher Ernte und geringem Ertrag. Die Äpfel wachsen nicht jedes Jahr gleichmäßig üppig, weil die Bäume durch die sogenannte Alternanz auch eine Pause einlegen. Natürliche schlechte Ernten entstehen meist durch Wetterbedingungen, insbesondere Nachtfröste während der Blütezeit oder unzureichende Befruchtung durch Insekten oder Wind.“

Ähnliche Schwankungen gebe es auch bei Eichen. „Daher kommt der aus dem Mittelalter stammende Begriff der fetten Jahre, weil früher auf den Dörfern die Tiere zur Hutung in die Wälder getrieben wurden, wo sie sich in ertragreichen Jahren an den Eicheln fettfressen konnten“, erklärt Oberforstrat Uwe Lewandowski vom Landesbetrieb Forst Brandenburg.

Apfelaufkauf mit Rekordbeteiligung – Natur beschert durch Phänomen fettes Apfeljahr: Apfelaufkauf mit Rekordbeteiligung – Natur beschert durch Phänomen fettes Apfeljahr
- Sie kommen mit Handwagen, Schubkarren, selber zusammengezimmerten Fräsen, Mini- Traktoren, Oldtimern und zu Zugmaschinen umfunktionierten Rasenmähern, natürlich auch mit unzähligen Autos

Alles, was ziehen kann, wird in Hohenleipisch zum Transport der Äpfel genutzt.

Veit Rösler

Obstannahmestellen: Telefon und Adresse

Obstannahmestellen gibt es: