Wo ist was los am 1. Mai?: Maifeste von Bad Liebenwerda, Elsterwerda bis Mühlberg

Auch auf dem Marktplatz in Bad Liebenwerda wird es wieder einen Maibaum geben (Symbolfoto).
Frank Hammerschmidt/dpa- In der Region gibt es am 1. Mai kaum Kundgebungen – im Fokus stehen Kultur und Feste.
- Bad Liebenwerda lädt 10–13 Uhr zum Tag der Städtebauförderung mit Maibaum und Kurkonzert ein.
- Elsterwerda: Frühschoppen im Miniaturenpark ab 11 Uhr, Fußballturnier 10–16 Uhr, Maibaum am Vorabend.
- Uebigau feiert Backofenfest, Mühlberg zündet in der Walpurgisnacht ein Feuer am Schlossteich.
- Schradenland plant Maifeuer und Maibäume; Großthiemig zeigt Oldtimer bei „Blech und Pappe“.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wenn heute vom 1. Mai die Rede ist, dann verbinden wohl die meisten damit einen arbeitsfreien Tag, der genutzt wird, um zu entspannen, seinen Hobbys zu frönen oder aber in Familie oder mit Freunden etwas zu unternehmen.
Allerhöchstens in größeren Städten gibt es noch Kundgebungen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ruft in diesem Jahr so auf: „‚Erst unsere Jobs, dann eure Profite‘ ist unser Motto zum 1. Mai 2026. Arbeitsplätze geraten unter Druck, Standorte werden verlagert, soziale Sicherheit wird infrage gestellt. Gleichzeitig sollen wir länger arbeiten, mehr leisten und mit weniger auskommen. Das machen wir nicht mit.“
Dabei reicht die Geschichte des 1. Mai viel länger zurück. Der DGB erinnert daran. In den USA war er bis zum Ende des 19. Jahrhunderts ein Stichtag, an dem viele Arbeitsverträge endeten. 1890 fiel in Paris der Beschluss, ihn weltweit als Tag zu nutzen, um die Rechte der Arbeitenden zu sichern. Dabei ging es um die Einführung des Acht-Stunden-Arbeitstages. Im Jahr 1890 wurde die Generalcommission der Gewerkschaften Deutschlands gegründet, ein Vorläufer des heutigen DGB.
Die Geschichte des 1. Mai in Ost und West
Immer wieder wurde weltweit um die Anerkennung des 1. Mai als gesetzlicher Feiertag gekämpft. Als die Nazis an die Macht kamen und die Gewerkschaften zerschlugen, nutzten diese den Tag für eigene Ziele und Kulisse für Paraden, Aufmärsche und Leistungsschauen.
Nach Gründung der DDR und BRD wurde der Tag unterschiedlich begangen. Im Westen wird der 1. Mai seit 1951 mit Kundgebungen und anschließenden Maifeiern begangen. In der damaligen DDR war der 1. Mai seit 1949 staatlicher Feiertag. Er wurde zum „staatlich verordneten Ritual“, so der DGB, „mit dem die Führung sich legitimieren wollte, beispielsweise mit wirtschaftlichen Erfolgen. Die Arbeiter mussten geloben, mehr zu produzieren und besser zu arbeiten.“
Wer in der DDR aufgewachsen ist, kennt die Rituale mit roter Mainelke, Bockwurstmarke und oft auch Umtrunk, um Teilnehmer zu den Demos zu locken, und Losungen auf Spruchbändern. Die wurden bei Demos zumeist in den Kreisstädten über die Marktplätze getragen – vorbei an der mit Mitgliedern der Parteien der Nationalen Front, von Jugendorganisationen und Sicherheitsorganen sowie des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes (FDGB) besetzten Ehrentribüne.
In Bad Liebenwerda mit Aktion auf dem Marktplatz
Und heute? In Bad Liebenwerda wird am 1. Mai der Marktplatz zum Treffpunkt für die ganze Familie: Von 10 bis 13 Uhr lädt die Stadt zum Tag der Städtebauförderung ein – eingebettet in das traditionelle Maibaumfest und die feierliche Eröffnung der Kurkonzertsaison. Bereits ab 10 Uhr soll Livemusik mit den Geißlitztaler Musikanten für beste Stimmung sorgen.

In Bad Liebenwerda wird die Kurkonzertsaison auf dem Marktplatz eröffnet. Am 3. Mai 2026 spielt dann die Big Band in der Musikmuschel im Kurpark. Insgesamt 19 Konzerte wird es immer sonntags bis zum 30. August geben (Archivfoto).
Frank ClausBesonders für Kinder wird einiges geboten: Eine spannende Kinderrallye zur Stadtgeschichte lädt zum Mitmachen und Entdecken ein. Spielerisch werden die jungen Besucher ihre Stadt aus einer neuen Perspektive kennenlernen. Eine Fotoausstellung bietet spannende Einblicke in 35 Jahre Städtebauförderung in Bad Liebenwerda.
Auch anderswo soll es gesellig werden. In Elsterwerda wird ab 11 Uhr in den Miniaturenpark zum Frühschoppen mit Happy Harmonie eingeladen. Auf dem Holzhof wird es zwischen 10 und 16 Uhr ein Fußballturnier mit zehn Mannschaften der Altersklasse U12/13 aus Brandenburg und Sachsen geben. Schon am Vorabend des 1. Mai soll am Glockenturm in Elsterwerda-Biehla ab 18 Uhr bei einem kleinen Fest ein Maibaum aufgestellt werden.
Es werden immer mehr Maibäume
In Uebigau wird am 1. Mai das Backofenfest von 14 bis 17 Uhr zelebriert. Im bronzezeitlichen Dorf der Heimatstube Uebigau soll es frisch gebackenes Brot und Kuchen geben. In Mühlberg wird in der Walpurgisnacht am Vorabend des 1. Mai ein Feuer am Schlossteich angezündet. Ab 15 Uhr soll es ein Kinderprogramm geben, um 19.30 Uhr wird das Feuer bei Musik entzündet. In Brottewitz feiert die Feuerwehr 125 Jahre ihres Bestehens am ersten Maitag. In Martinskirchen wird eine sehenswerte Fotoausstellung mit Aufnahmen der reizvollen Elbelandschaft von Simone Mägel im Barockschloss eröffnet.
Döllingen begeht am 1. Mai Blütenfest im Pomogarten. Herrlich: Die Bäume und Sträucher stehen in voller Blütenpracht. Viel los ist auch im Schradenland. Zum Maifeuer ist am 30. April nach Großthiemig eingeladen, in Merzdorf und Gröden (30. April) sowie am 1. Mai in Hirschfeld werden Maibäume aufgerichtet. „Blech und Pappe – Thiemig rollt“, heißt es am 1. Mai in Großthiemig. Oldtimerfans kommen bei der Veranstaltung des Trabant-Teams Bäbbchen ab 10 Uhr auf ihre Kosten. Es soll auch eine Nachtfahrt geben.


