Trotz Corona: das Interesse an einem Wettbewerb, bei dem Alte Musik gespielt wird, ist ungebrochen hoch. Für den 9. Internationalen Gebrüder-Graun-Wettbewerb, der vom 6. bis 8. November in Bad Liebenwerda stattfindet, haben sich 21 Solisten und sieben Ensembles beworben. Die Bewerber kommen aus 20 Ländern, unter anderem aus Australien, Kanada, USA, Chile, Island, Italien, Schweden, Frankreich, Russland, Norwegen, Finnland, Ungarn, Österreich und natürlich aus Deutschland.
Die jungen Musiker, allesamt Studenten und Absolventen von Musikhochschulen, mussten Hörproben einschicken. Jetzt hat die Jury eine Vorauswahl getroffen und vier Gesangs-, zehn Instrumentalsolisten und fünf Ensembles für den Wettbewerb zugelassen.

Alte Musik bekannter machen

Neben Originalwerken der Graun-Brüder Carl Heinrich und Johann Gottlieb sind Stücke weiterer Vertreter der Berliner Klassik und ausgewählte sächsische Zeitgenossen des 18. Jahrhunderts zugelassen, wobei mindestens eines der präsentierten Werke von den Graun-Brüdern stammen muss.
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Bad Liebenwerda

Es winken Preisgelder von bis zu 6000 Euro für Solisten (instrumental und vokal) und bis zu 8000 Euro für Ensembles. Gesucht werden auch die Nachfolger des vor zwei Jahren erstmals vergebenen Titels „Hofkapelle Elbe-Elster“. Der Preis beinhaltet drei Auftritte im Landkreis Elbe-Elster mit einer mehrtägigen vorangestellten Probenphase. Die Kosten für die Übernachtungen während der Probenphase werden vom Landkreis getragen. Weiterhin erhält das Ensemble eine Gage für jeden der drei Auftritte. Dieser Titel soll den jungen Musikern eine Proben- und Auftrittsmöglichkeit geben. Der Hintergrund hierfür ist, dass viele Mitglieder der Ensembles durch ihr Studium oder auch durch Anstellungen weit in Deutschland bzw. Europa verstreut sind. Die Veranstalter des Gebrüder-Graun-Preises möchten, dass die Ensembles sich so gemeinsam zusammenfinden und ihr künstlerisches Zusammenspiel festigen können.
Weiterhin wird der „Sonderpreis der Kulturfeste im Land Brandenburg e.V.“ ausgelobt. Dieser beinhaltet kein direktes Preisgeld, sondern eine Serie von gut bezahlten Auftritten im Land Brandenburg.