Weihnachtsmann in Prösen: Trabi, Heli, Limousine? Nichts davon. Diesmal Strandfeeling!

In jedem Jahr rätseln die Prösener und ihre Gäste, womit der Weihnachtsmann Heiligabend ins Dorf kommt. Ob es gelingt, auch im 44. Jahr keine Wiederholung des gewählten Gefährts hinzubekommen?
Veit Rösler- In Prösen wird seit 44 Jahren ein Weihnachtsspektakel veranstaltet.
- Das Ankunftsmittel des Weihnachtsmanns bleibt jährlich geheim.
- Der verstorbene Bürgermeister Rudi Engelmann initiierte das Event.
- Besucher kommen aus Südbrandenburg und Sachsen.
- Fotos der Ankunft erscheinen am 24. Dezember um 14.30 Uhr auf LR.de.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das Geheimnis ist gelüftet. Zum 44. Mal ist der Weihnachtsmann am Nachmittag des Heiligabend mit einem bislang noch nie verwendeten Gefährt nach Prösen gekommen. Wieder waren weit mehr als 1000 Besucher gekommen.
Er ritt schon auf dem Elefanten in Prösen ein, wurde im Hubschrauber eingeflogen, winkte den immer vielen Schaulustigen des großen Empfangs auf dem Markt von der Rikscha, aus einem Whiskyfass, vom Rücken eines „Wüstenschiffes“, aus einer Stretchlimousine und aus einem Formel-1-Trabi zu. Er hat auf einem Trike gesessen und sogar schon in Erich Honeckers Staatslimousine.

Auf dem Gruppenfoto mit dem 195-PS-Strandbuggy und Weihnachtsmann mit Wichtel sind links im Bild Ralf Engelmann mit Sohn und Nachfolger Kai Engelmann zu sehen. Am Steuer sitzt Franz von Jutrzenka.
Veit RöslerDiesmal waren es zwei Strandbuggys, auf denen die Weihnachtsmänner vorgefahren sind. Die noch eher selten anzutreffenden Fahrzeuge gehören Thomas Schmidt, einem Einwohner aus der Röderland-Gemeinde. Die beiden Kraftpakete werden in der Landwirtschaft als Zugmaschine und als Spaßmobil eingesetzt. Thomas Schmidt war damit zum Beispiel schon in den wilden Karpaten in Rumänien unterwegs. Aufgrund ihres leichten aber dennoch robusten Aufbaus, der sich bei einer Havarie schnell reparieren lässt, eignen sich die Buggys zu Ralleys in der Wüste und im Gebirge. Eltern, die wollten, konnten Geschenke vorher in der Weihnachtsmann-Zentrale im Ort abgeben, sodass das Geschenkeausteilen ganz schön Zeit in Anspruch nahm. Aber, für die Versorgung und Unterhaltung war bestens gesorgt.
Den Empfang des Weihnachtsmannes hatte vor 44 Jahren der inzwischen verstorbene Bürgermeister Rudi Engelmann ins Leben gerufen. In den ersten Jahren kam der Bärtige mit seinem Gefolge und den Geschenken noch mit einem Dampflokzug am Prösener Bahn-Haltepunkt an. Als die Besucherresonanz enorme Ausmaße annahm, wurde das Spektakel auf den Marktplatz und damit in das Zentrum von Prösen verlegt.
So wird in Prösen die Zeit bis zur Bescherung verkürzt
Längst kommen die Schaulustigen mit ihren Kindern aus dem ganzen Süden Brandenburgs und aus Sachsen zu dem besonderen Ereignis am Heiligen Abend. Es ist eine willkommene Abwechslung, um die Zeit bis zur Bescherung zu verkürzen.

Hunderte Schaulustige haben den Weihnachtsmann am Heiligen Abend in Prösen begrüßt.
Veit RöslerRudi Engelmanns Sohn Ralf (62) hat gemeinsam mit dem Heimatverein die Organisation des Spektakels übernommen und führte somit Vaters Tradition fort. Inzwischen, und darüber freut er sich besonders, sind viele junge Leute in die Organisation mit eingestiegen. Sie wollen alle, dass diese schöne Tradition weitergeführt wird.
Nun wird der nächste Stabwechsel vorbereitet. Ralf Engelmanns Sohn Kai (35) wird künftig in die Fußstapfen treten und als Cheforganisator ausgebildet. Er arbeitet bei der gleichen Firma wie sein Vater, beide sind Organisationstalente und Kai Engelmann hat, wie er selber sagt, bereits für die nächsten fünf Jahre immer wieder andere Gefährte in der Hinterhand, die es in Prösen in den bisher 44 Jahren noch nicht gab. Eins ist bis heute aber geblieben: Womit der Weihnachtsmann anreist, bleibt stets streng geheim. Und noch nie hat es eine Dopplung gegeben.
