Wahlen in Sachsen
: Torgaus Oberbürgermeisterin muss in die Stichwahl

Romina Barth (39), die jetzige Oberbürgermeisterin von Torgau, hat eine sofortige Wiederwahl im ersten Wahlgang am vergangenen Sonntag verpasst.
Von
Frank Claus
Torgau
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Romina Barth (CDU), Oberbürgermeisterin von Torgau, hier auf dem Marktplatz vor dem Rathaus, muss in 14 Tagen in die Stichwahl.

Jan Woitas / dpa

Romina Barth (CDU), die jetzige Oberbürgermeisterin in Torgau im Nachbarlandkreis Nordsachsen, muss in die Stichwahl. Am vergangenen Sonntag erreichte keiner der drei Bewerber die erforderliche Mehrheit.

Auf Romina Barth entfielen 47,2 Prozent der Stimmen. Der zweitplatzierte Einzelkandidat Rüdiger Henrik Simon (50), Mitarbeiter in der Landkreisverwaltung Nordsachen, erhielt 43,6 Prozent. Michael Bagusat–Sehrt (47), gemeinsamer Kandidat von SPD, Linken und Grünen — und langjähriger Stadtrat erreichte 9,2 Prozent. Die Stichwahl findet am 17. Juli statt — ob sich alle drei Kandidaten erneut stellen, ist nicht bekannt.

Barth: „Knapp 200 Stimmen fehlten“

Als Reaktion auf den Wahlausgang hat die Amtsinhaberin, bei ihrer ersten Wahl im Jahr 2015 mit 32 Jahren jüngste Oberbürgermeisterin Deutschlands, in sozialen Medien ihre Unterstützer unter der Überschrift „Knapp 200 Stimmen fehlten — in 14 Tagen gilt's“ gebeten, erneut zur Wahl zu gehen. Die hohen Temperaturen, so erklärte sie, hätte für viele Torgauer den Gang zur Wahlurne beschwerlich gemacht. Die Wahlbeteiligung in der etwa 20.000 Einwohner zählenden Stadt an der Elbe lag bei 45,4 Prozent.

Bereits im Juni war der Landrat des Landkreises Nordsachsen, Kai Emanuel, wiedergewählt worden. Der 54–Jährige, der für die CDU kandidierte, aber parteilos ist, setzte sich gegen zwei Mitbewerber bereits im ersten Wahlgang durch. Er erhielt bei einer Wahlbeteiligung von 37,5 Prozent 62,9 Prozent der Stimmen.