Verkehr in Liebenwerda: Land will Straßen bei Altenau und Bahnsdorf herabstufen

Das ist die jetzige L663 von Mühlberg nach Altenau. Elbekies hat dort für sein neues Werk V eine eingehauste Bandanlage über die Straße geführt.
Frank ClausSie haben keine überregionale Bedeutung mehr, werden eher gering frequentiert und haben somit ihren bisherigen Status als Landesstraße nicht mehr verdient. Deshalb hat der Landesbetrieb Straßenwesen in den zurückliegenden Jahren nötige Instandsetzungen auch ausgesetzt oder nur im geringen Umfang durchgeführt. Beide Straßen sollen als Kommunalstraßen in die Hoheit der Verbandsgemeinde Liebenwerda übergehen.
Das sieht eine Umstufungsvereinbarung vor, über die die Abgeordneten zu befinden haben. Es handelt sich um die jetzige, 2,3 Kilometer lange L663 von Altenau nach Mühlberg und um die sechs Kilometer lange, jetzige L673 von Bahnsdorf über Neudeck und Kleinrössen bis zur Kreuzung in Großrössen. Vor der Entscheidung haben die Fachleute des Landesbetriebes und Vertreter der Verbandsgemeinde die Straßen befahren und ihren Zustand bewertet.
Land Brandenburg zahlt für Unterhaltungsrückstand
Dabei ist der Reparaturaufwand bewertet und der Kostenaufwand ermittelt worden. Für die Straße bei Mühlberg, die direkt am neuen Werk V der Elbekies GmbH vorbeiführt, soll die Verbandsgemeinde etwa 750.000 Euro erhalten, für den Abschnitt zwischen Bahnsdorf und Großrössen 2,1 Millionen Euro. Am 11. September berät der Mühlberger Bauausschuss zum Thema (18 Uhr, Rathaus), am 9. September gab es dazu die Beratung des Bauausschusses der Stadt Uebigau-Wahrenbrück, am 12. September werden die Abgeordneten in Falkenberg dazu befinden.
Die Umstufung der Straße von Altenau nach Mühlberg sei vom Land Brandenburg als Pilotprojekt eingestuft worden. Dabei solle geprüft werden, ob der Verfahrensweg alle Befindlichkeiten beachtet. Zur Straße von Altenau nach Mühlberg befürchtet die Burxdorfer Einwohnerin Cornelia Mattauch, dass mit einer Herabstufung zur Kommunalstraße eine Tonnagebegrenzung einhergehen könne. Das, so spekuliert sie, könnte dazu führen, dass dann noch mehr Kieslaster von Berger Rohstoffe durch ihren Heimatort rollen.

