Weite Umwege und schimpfende Kraftfahrer begleiten die Baustelle B 169 längs durch Prösen (Landkreis Elbe-Elster). Start war Ende Juli 2020. Das Ende ist voraussichtlich im November 2022. In dieser Zeit kommen viele Umleitungskilometer zusammen. Während Ortskundige verbotene Schleichwege nutzen, um aus Richtung Elsterwerda hinein nach Prösen zu gelangen, wählen andere den Bahnübergang am Haltepunkt.

Abbieger am Bahnübergang provozieren Verkehrsunfälle

Weil zum Baubeginn im Sommer des vorigen Jahres die linksabbiegewilligen Fahrzeuge ebenso als gefährliches Verkehrshindernis auf der Bundesstraße 101 standen wie wartende Fahrzeuge in der Gegenrichtung vor der immer wieder geschlossenen Schranke, wurden Schilder mit der vorgeschriebenen Fahrtrichtung „Geradeaus“ aufgestellt. Nur der Linienverkehr darf seitdem die Bundesstraße 101 in Richtung Prösen verlassen.
Plötzlich waren sehr viele, auch Autofahrer, Linienverkehr. Die Abbieger aus beiden Richtungen provozieren dadurch weiterhin gefährliche Situationen, weil der Nachfolgeverkehr aufgrund der eindeutigen Ausschilderung damit nicht rechnet. Ein paar Minuten Zuschauer im Berufsverkehr bestätigen dies.

Widerrechtliches Abbiegen kostet 15 Euro

Die Polizei kennt natürlich das Problem und kontrolliert nach Aussage von Mario Ettrich, Leiter des Reviers Elsterwerda, regelmäßig. Bei einer der jüngsten, nicht verdeckten (!) Kontrolle, seien binnen zwei Stunden neun Abbiegeverstöße mit jeweils 15 Euro geahndet worden. Eine der Ausreden: „Ich kenne den Umweg nicht.“