Feuerwehr in Wahrenbrück
: Spezialwagen legt bis zu 2000 Meter Schlauch aus

Großschadenslagen und kein Wasser in der Nähe? Das heißt, Schläuche über lange Wegstrecken verlegen. Die Feuerwehr in Wahrenbrück hat dafür jetzt ein Spezialfahrzeug. Was es leisten kann.
Von
Frank Claus
Wahrenbrück
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Dieser Spezialwagen der Verbandsgemeinde-Feuerwehr kann bis zu 2000 Meter Schlauch in langsamer Fahrt verlegen.

Dieser Spezialwagen der Verbandsgemeinde-Feuerwehr ist in Wahrenbrück stationiert und kann bis zu 2000 Meter Schlauch in langsamer Fahrt verlegen.

Martin Neumann
  • Wahrenbrück erhält einen Schlauchwagen Katastrophenschutz für lange Löschwasserstrecken.
  • Das Fahrzeug verlegt bis zu 2000 Meter B-Schlauch während langsamer Fahrt – zügiger Aufbau.
  • An Bord sind eine leistungsfähige Tragkraftspritze und ein 5000-Liter-Faltbehälter.
  • Einsatz für Katastrophenschutz und örtlichen Brandschutz der Verbandsgemeinde Liebenwerda.
  • Vollständige Einsatzbereitschaft folgt nach Erfassung, technischer Prüfung und Abnahme in Borkheide.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Feuer in ausgedehnten Waldflächen, so wie in der Gohrischheide oder bei Falkenberg, bedeuten immer: Das nötige Löschwasser muss über weite Strecken zum Brandherd gebracht werden. Denn Löschwasserbrunnen oder Wasserstellen sind in Wäldern kaum vorhanden.

In der Regel passiert das mit vielen Tanklöschfahrzeugen und langen Schlauchstrecken samt Druckverstärkerpumpen, die verlegt werden müssen. Für die Verbandsgemeinde Liebenwerda hat der Bund jetzt ein Spezialfahrzeug, den Schlauchwagen Katastrophenschutz, zur Verfügung gestellt und diesen auch finanziert. Wie sein Name sagt, dient er nicht nur der Brandbekämpfung im Wald, sondern auch zur Bewältigung von Katastrophenereignissen.

Das Fahrzeug führt insgesamt 2000 Meter B-Schlauch mit. Die Schlauchleitungen können während langsamer Fahrt verlegt werden und ermöglichen so einen schnellen Aufbau langer Förderstrecken. Zur Ausstattung, so Verbandsgemeindewehrführer Martin Neumann, gehören außerdem eine leistungsfähige Tragkraftspritze sowie ein Faltbehälter mit einem Fassungsvermögen von 5000 Litern. Damit können auch größere Entfernungen und Höhenunterschiede bei der Löschwasserversorgung überwunden werden.

Weshalb das Fahrzeug in Wahrenbrück stationiert wird

Seinen Standort erhält der neue Schlauchwagen bei der Ortsfeuerwehr Wahrenbrück. Die dortigen Kameradinnen und Kameraden werden das Fahrzeug künftig für die Aufgaben des Katastrophen- und Zivilschutzes besetzen und sich in den kommenden Wochen intensiv mit der neuen Technik vertraut machen, so der Feuerwehrchef.

Elbe-Elster

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Gleichzeitig stellt das Fahrzeug auch für den örtlichen Brandschutz der Verbandsgemeinde Liebenwerda einen deutlichen Mehrwert dar. Die Technik kann damit nicht nur bei überörtlichen Katastrophenschutzlagen, sondern bei entsprechendem Bedarf auch bei Einsätzen innerhalb der Verbandsgemeinde genutzt werden.

Der Standort Wahrenbrück verfügt Martin Neumann zufolge bereits seit vielen Jahren über Erfahrungen mit dieser besonderen Technik. Der dort zuvor stationierte Schlauchwagen des Bundes musste bereits vor einiger Zeit aufgrund technischer Defekte und einer nicht mehr wirtschaftlichen Instandsetzung außer Dienst genommen werden.

Um die Einsatzfähigkeit weiterhin sicherzustellen, stellte der Landkreis Elbe-Elster übergangsweise ein Ersatzfahrzeug zur Verfügung. Mit der jetzigen Zuweisung eines neuen Bundesfahrzeuges erhält der Standort nun wieder einen regulären Schlauchwagen Katastrophenschutz.

Gibt das Land Brandenburg künftig weniger Geld für die Bekämpfung von Waldbränden aus? Ein Blick in den Haushaltsentwurf bestätigt diesen Verdacht.

Pumpen führen aus den umliegenden Tümpeln Löschwasser heran. Nach Aussage des Einsatzleiters mussten in dem Waldgebiet zur Bekämpfung eines Waldbrandes 12 Kilometer Schlauchstrecke ausgelegt werden. (zur dpa «Löschwasserversorgung in Hessen überwiegend gesichert») +++ dpa-Bildfunk +++

Bei Großschadenslagenso, wie in der Gohrischheide (2022, 2023, 2025) oder bei Falkenberg (2022), müssen viele Kilometer Schlauch verlegt werden (Symbolfoto).

Andreas Arnold/dpa

Bis zur vollständigen Einsatzbereitschaft seien noch einige Schritte erforderlich. Dazu gehören unter anderem die Aufnahme und Erfassung des Fahrzeuges einschließlich seiner Beladung durch den Landkreis Elbe-Elster sowie die abschließende technische Überprüfung und Abnahme durch die Landesschule und Technische Einrichtung für Brand- und Katastrophenschutz (LSTE) am Standort Borkheide. Nach Abschluss dieser Schritte soll die offizielle Übergabe und anschließende Indienststellung des neuen Schlauchwagens erfolgen.