Unfall bei Hohenleipisch: Lkw mit Gefahrgut umgekippt – Straße mehrere Stunden gesperrt

Einen Feuerwehr-Einsatz gibt es derzeit auf der L62 zwischen Hohenleipisch und Gorden (Elbe-Elster).
VRSGegen 12 Uhr am Samstag (24. Juni) informierte die Leitstelle Lausitz auf ihrem Twitter-Kanal von einem Gefahrgutunfall groß in Gorden (Elbe-Elster).
Dort ist ein Lkw, mit Flüssiggas beladen, auf der L62 zwischen Hohenleipisch und Gorden beim Durchfahren einer Kurve umgekippt. Der 58-jährige Fahrer des Lkw ist verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden. Wie ein Sprecher der Leitstelle mitteilt, soll aus dem Flüssiggasbehälter nichts austreten.
Das bestätigt auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Mario Harnisch, der mit den Einsatzkräften an der Unfallstelle im engen Kontakt steht. „Es gibt nur einen leichten Austritt von Betriebsstoffen des Lkw, der allerdings auf der Straße verbleibt. Die Gefahrstoffeinheit des Landkreises Elbe-Elster ist vor Ort, dazu mehrere Feuerwehren zur Absicherung der Unfallstelle“, sagt er. Gemeinsam mit der Polizei sei ein Sperrkreis um den Unfallort gebildet worden.

Die Feuerwehr und eine Spezialfirma koordinieren die Maßnahmen zum Aufrichten des zwischen Hohenleipisch und Gorden umgekippten Gefahrgut-Lkw.
KBM-Team Elbe-Elster
Weshalb der mit Flüssiggas beladene Tanker zwischen Hohenleipisch und Gorden umgekippt ist, wird noch ermittelt.
KBM-Team Elbe-ElsterLkw soll aufgerichtet und abgeschleppt werden
Für die Bergungsarbeiten des Lkw, der Flüssiggas zur Nutzung in Kraftfahrzeugen in seinem Tank hat, wurde die Straße gesperrt. Zuerst ist eine Spezialfirma, die auch für das Unternehmen BASF arbeitet, angefordert worden. Zunächst war an der Unfallstelle davon ausgegangen worden, dass das Flüssiggas an Ort und Stelle umgepumpt wird. In den Fahrzeugen dieses Typs werden zumeist zwischen 20.000 und 30.000 Liter transportiert. Im weiteren Verlauf ist mit den Spezialisten besprochen worden, dass das Fahrzeug aufgerichtet und auf einen Betriebshof geschleppt werden soll, um den Gefahrstoff dort umgepumpen. Die Bergung des Lkw erwies sich dann doch komplizierter als erwartet.
Wie lr-online am Abend gegen 19.45 Uhr von auf Nachfrage bei der Leitstelle erfuhr, sei der Lkw mittlerweile aufgerichtet worden. Die Straße konnte 21.45 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden. Die Unfallursache ist noch unklar. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, entstand ein Sachschaden im sechsstelligen Bereich.
