Toter in Mühlberg: 20-Jähriger mit einer Vielzahl von Stich- und Schnittverletzungen

Die Kriminalpolizei war auch am Montag noch zur Spurensicherung im Wohnblock in der Jehserstraße in Mühlberg und führt jetzt Befragungen im Umfeld aus.
Frank ClausIn einem Wohnblock in der Jehserstraße in Mühlberg hat am vergangenen Sonnabend, 30. September, eine Großmutter ihren 20 Jahre alten Enkel leblos am Boden liegend aufgefunden. Seitdem dauern die gemeinsamen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Cottbus und der Polizeidirektion Süd im Zusammenhang an.
Ermittelt wird wegen eines Tötungsdeliktes. Polizei und Staatsanwalt haben nun erste, genauere Details zum Fall bekannt gegeben. Demnach liegen inzwischen die Ergebnisse der Obduktion des Verstorbenen vor. „Diese hat eine Vielzahl von Stich- und Schnittverletzungen festgestellt, die todesursächlich waren“, heißt es. In der Erstmeldung der Polizei hieß es, dass die „Auffindesituation“ des jungen Mannes Hinweise auf ein Tötungsdelikt gegeben hätten. Der Schwerpunkt der weiteren Ermittlungen liege nun auf neuen Erkenntnissen zu Tathergang und möglichen Tatverdächtigen.
Mann in Mühlberg lebte eher zurückgezogen
Nachbarn hatten ausgesagt, dass sich mitunter mehrere junge Leute in der Wohnung getroffen hätten. Auffällig sei der 20-Jährige allerdings nicht gewesen. Er habe eher sehr zurückhaltend gelebt, sich wohl am liebsten am Computer beschäftigt. Der junge Mann hat keine abgeschlossene Berufsausbildung und habe sich den Nachbarn zufolge meistens in seiner Wohnung aufgehalten. Am Tattag beziehungsweise in der Nacht sei Nachbarn nichts aufgefallen. Sie hätten weder Lärm noch lautstarke Auseinandersetzungen wahr genommen.

