(red/fc) Zum ersten Mal besuchte eine Delegation aus Elsterwerda mit Vertretern der Stadtrat-Fraktionen auf Initiative von Bürgermeisterin Anja Heinrich (CDU) die 1700-Einwohner-Stadt Hoštka in Tschechien. Einigen Elsterwerdaern ist Hoštka noch gut bekannt, als es partnerschaftliche Beziehungen in den 60-er und 70-er Jahren zumeist durch die Landwirtschaftsunternehmen gab.

Einer, der Hoštka aus dieser Zeit noch kannte, und die Delegation begleitete, war Wilhelm Neustadt, Unternehmer im Ruhestand. Der Delegation gehörten weiterhin Stadtbrandmeister Uwe Petersen als Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr, Steffen Melzer, Vorstandsmitglied des Sportvereins Preußen Elsterwerda sowie Dirk Gemeinhardt als Vertreter des Lionsclubs Elsterwerda-Bad Liebenwerda an.

Die Gäste aus Elsterwerda wurden, einer Pressemitteilung aus dem Rathaus zu Folge, in Hoštka überaus herzlich  durch den Bürgermeister Milan Konfršt und seine Stellvertreterin Ilona Stierankova empfangen. Einen besonderen Dank richtete Anja Heinrich an Martin Janecek und Dr. Pavel Radowsky für ihre Unterstützung und Übersetzungsdienste.

„Hoštka mit seinen gastfreundlichen Einwohnern zu erleben, zu sehen, mit welchem Engagement Schulen und Vereine, Unternehmen und Wohnraum gefördert werden, war allen Gästen eine Freude“, erklärt Elsterwerdas Bürgermeisterin. Die wechselvolle Geschichte der Stadt, die unterschiedlichen Wurzeln und Biografien habe die Hoštkaer Verwaltung zum Anlass für eine Ausstellung und für erste gemeinsame Pläne der beiden künftigen Partnerstädte genommen.  Die Fotos der Ausstellung in Tschechien seien voller Überraschungen gewesen, hätten sich darin doch viele noch gut bekannte Bürger der Stadt Elsterwerda wiedergefunden.

Trotz Sprachbarrieren hätten Gastgeber und Delegation schnell zueinander gefunden und seien sich „darüber einig, dass diese Partnerschaft ein Erfolg werden wird.“

Anja Heinrich: „Unsere Delegation war zum ersten Mal in Hoštka. Ich bin froh und dankbar für diese Unterstützung und das ehrliche fraktionsübergreifende Interesse. Damit machen wir Elsterwerda wieder ein Stück bekannter, interessanter und internationaler. Durch die Anfahrtsstrecke von nur etwa zwei Stunden habe ich die berechtigte Hoffnung, dass es viele gute und bereichernde Partnerschaftskontakte zwischen Vereinen, Schulen und privaten Initiativen geben wird, die auch tatsächlich mit Leben erfüllt sein werden.“

In der jüngsten Stadtverordnetenversammlung sprach sich auch Helfried Ehrling (AfD) für eine Aufnahme von Städtepartnerschaftsbeziehungen aus.  „es waren überaus herzliche Kontakte“, erklärt er und sieht in den geringen Entfernungen ebenso Chancen für mehrfache Kontakte.

Noch in diesem Jahr wollen beide Städte entsprechende Beschlussfassungen in den Stadträten erwirken, die einen künftigen Partnerschaftsvertrag umsetzbar machen.