Stadtfest 2025 in Elsterwerda
: Neue Idee – Stadtkirmes folgt auf Erntefest

Früher, als der Schaustellerpark und der Trubel drumherum noch Kirmes hießen, war das Fest schon ein ganz besonderes. Elsterwerda will es wiederbeleben als Stadtkirmes.
Von
Frank Claus
Elsterwerda
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Hildegard von Bingen fasziniert bis heute. Bei einer der ersten Historischen Einkaufsnächte in Elsterwerda wurde sogar ein Umzugsbild und ein Stand ihrem Leben gewidmet.

3. Historische Einkaufsnacht Elsterwerda, li. Anne-Kathrin Bachmann (Heilpraktikerin und Zilgrei-Lehrerin) und Chefin der neu eröffnetten Gesundheitspraxis in der Elsterwerdaer Langen Straße 3. re. Hannah Schneider (Heilpraktikerin, Zilgrei- und Alexandertechnik-Lehrerin) hat Frau Bachmann ausgebildet. Beide heilen nach dem Wissen der ersten deutschen Naturforscherin Hildegard von Bingen die 1098 geboren wurde.

Hildegard von Bingen fasziniert bis heute. Bei einer der ersten Historischen Einkaufsnächte in Elsterwerda wurde sogar ein Umzugsbild und ein Stand ihrem Leben gewidmet (Archivfoto).

Mona Claus
  • Elsterwerda plant am 4./5. Oktober 2025 eine Stadtkirmes als Neuauflage des traditionellen Volksfestes.
  • Historische Elemente wie Handwerk, Kinderspiele und Stände nach altem Vorbild sollen integriert werden.
  • Bürger können mit Raritäten, Ideen und Beiträgen das Fest aktiv mitgestalten.
  • Stadtverwaltung unterstützt mit Buden, Marktständen und Infrastruktur für das Stadtfest.
  • Ansprechpartner für Beteiligung: Kerstin Jahre (03533 65253) und Ronald Hänzka (03574 4601828).

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Schon gewusst? Die Kirmes entwickelte sich ab dem Mittelalter aus dem Kirchweihfest, auch Kirchmess genannt. Das Wort „Kirmes“ ist also die Kurzform von „Kirchmess“ – einem Fest zur Einweihung einer Kirche. Nun gut, eine Kirche will Elsterwerda am 4. und 5. Oktober 2025 nicht gleich einweihen.

Dafür aber alte Elemente des Volksfestes beleben und vielleicht eine neue Tradition entwickeln. Das WDR-Magazin „planet Wissen“ hat nachgeforscht: „Jahrhundertelang war die Kirmes ein Fest für die ganze Familie. Die Verwandtschaft kündigte sich an, die Stuben wurden herausgeputzt und im 18. Jahrhundert war es sogar üblich, ganze Häuserfassaden zu streichen. Für junge, heiratswillige Menschen war die Kirmes eine willkommene Gelegenheit, einen geeigneten Partner kennenzulernen.“ Ist in Elsterwerda sogar die Organisation eines Heiratsmarktes denkbar?

Kehren Elemente der Historischen Einkaufsnacht zurück?

Die Stadtverwaltung hat den erfolgreichen Frühlingsfest-Macher Ronald Hänzka und die neue Tourismusbeauftragte Kerstin Jahre beauftragt, das Feuer bei den Elsterwerdaern für so ein Fest, bei dem Brauchtum eine große Rolle spielen soll, zu entfachen. Wer hat Raritäten im Schuppen und kann sie ausstellen, wer vielleicht sogar noch Elemente alter Kinderspiele?

Welche Vereine könnten Stände nach historischem Vorbild gestalten? Ohne es offen in der Ausschreibung zu benennen: Was könnte von der einst so erfolgreichen Historischen Einkaufsnacht belebt werden? Die Maler und Gaukler, das Baden im Zuber, der Handwerker mit altem Gerät? Der Goldschmied, der sich auf die Finger schauen lässt oder der Winzer, dessen Stand vor Weinballons überquillt? Ist sogar ein kleiner Umzug durch die Stadt denkbar? Oder können historische Bauten aus dem Miniaturenpark in die Stadt wandern? Die Stadt will helfen, wo sie kann, stellt Buden zur Verfügung und kümmert sich um Marktstände. Welche alten Schätze haben die Apotheken der Stadt noch in ihrem Fundus; können alle zusammen den besten Heiltrunk verabreichen?

Bürgermeisterin Anja Heinrich: „Ein Stadtfest von Bürgern für Bürger gemacht soll es werden.“ Ronald Hänzka will alles so unkompliziert wie möglich gestalten. Kerstin Jahre von der Kulturstelle der Stadtverwaltung (kultur@elsterwerda.de, Telefon  03533  65253) und er ( Telefon 03574  4601828) stehen für Fragen, Ideen oder Beteiligungswünsche zur Verfügung. Er sagt: „Auch kleine Beiträge oder Anregungen sind herzlich willkommen – jede Beteiligung hilft, dieses neue Stadtfest gemeinsam auf den Weg zu bringen.“