Sperrung in Elsterwerda
: Umleitung auf der B101 wegen Brückenprüfung

Wegen einer Brückenprüfung müssen Kraftfahrer auf der B101 in Elsterwerda eine Umleitung in Kauf nehmen. Viele Kraftfahrer dürfte die Alternativroute an DDR‑Zeiten erinnern.
Von
Frank Claus
Elsterwerda
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Die B101 in Elsterwerda ist am Ortseingang aus Richtung Bad Liebenwerda kommend gesperrt. Eine Brückenprüfung ist angesetzt.

Die B101 in Elsterwerda ist am Ortseingang aus Richtung Bad Liebenwerda kommend gesperrt. Eine Brückenprüfung ist angesetzt.

Frank Claus
  • B101 in Elsterwerda ist am Ortseingang aus Richtung Bad Liebenwerda gesperrt.
  • Grund ist eine Brückenprüfung an der Bahnbrücke entlang Bad Liebenwerda – Ruhland.
  • Umleitung führt über den Winterberg, Autofahrer Richtung Plessa/Hohenleipisch über Kraupa.
  • Maßnahme gilt voraussichtlich bis Mittwoch (9. September 2026) auf der B101.
  • ZfP prüft per magnetischer Streufeldmessung, Hennigsdorfer Spannstahl ist betroffen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Da werden Erinnerungen an DDR-Zeiten wach. Als es die jetzige B101-Trasse durch Elsterwerda noch nicht gab, rollte die Fahrzeugkolonne immer über den Winterberg. Sowohl bergauf als auch bergab war das bei Regen, Eis und Schnee oft eine rutschige, teils sogar gefährliche Fahrt. Denn das Klein-Katzenkopfpflaster, das noch heute den Straßenbelag ausmacht, ist eine knifflige Angelegenheit.

Vermutlich bis Mittwoch (9. September 2026) müssen Kraftfahrer wieder diese Strecke auf ihrer Fahrt nach Bad Liebenwerda beziehungsweise in Richtung toom-Markt-Komplex wählen. Kraftfahrer in Richtung Plessa und Hohenleipisch dürften indes über Kraupa rollen.

Hintergrund der Straßensperrung ist eine Prüfung der Bahnbrücke entlang der Strecke Bad Liebenwerda – Ruhland. Die Berliner Spezialfirma ZfP – Ingenieure für das Bauwesen ist mit der Prüfung beauftragt. Angewendet wird die sogenannte magnetische Streufeld­messung (Remanenz­ma­gne­tismus-Verfahren). Das ist ein zerstö­rungs­freies Messver­fahren, um den Zustand der Spannbe­wehrung (Spannglieder / Spanndrähte) von Bestands­bau­werken festzu­stellen.

Hennigsdorfer Spannstahl verbaut

Auf der Internetseite des Unternehmens ist zu erfahren, dass die Deutsche Bahn viele Bestands­brücken unterhält, bei denen spannungs­riss­kor­ro­si­ons­ge­fährdeter Hennigs­dorfer Spannstahl in BTE-Fertig­teilen verbaut worden ist. „Das ist auch hier in Elsterwerda der Fall“, erklären Mitarbeiter vor Ort. „Vor allem bei den Bestands­brücken älteren Baujahrs ist das Wissen über den Zustand der Spannbe­wehrung von entschei­dender Rolle, denn sie entscheidet über den Umfang einer Sanierung oder auch über die Notwen­digkeit eines Ersatz­neubaus“, heißt es zum Anliegen der Brückenprüfungen.