Montagmorgen, 2. Januar 2023: In Bad Liebenwerda und Elsterwerda sind die Bauhofkolonnen unterwegs, um die Reste des Silvesterfeuerwerks zu beseitigen. Durchaus auch mit Frust.
„Unvorstellbar, was in diesem Jahr geknallt wurde“, meint eine Bauhofmitarbeiterin in Bad Liebenwerda, die mühsam mit dem Besen die Schnipsel zwischen dem Kleinformatpflaster zusammenfegt. Ein Kollege hat zuvor mit dem Laubbläser das Gros bereits zu einem Haufen zusammen gepustet. Der Roßmarkt und vor allem aber der Marktplatz zwischen Rathaus und Kirche waren die Abschussrampen fürs Feuerwerk.

Im Dorf wird mehr Verantwortung gezeigt

„Es ist klar, dass wir nach Silvester gefordert sind“, sagt die Bauhofmitarbeiterin, „aber diese Mengen haben wir noch nicht gehabt. Sämtliche Umverpackungen bleiben einfach stehen. Im Dorf macht das keiner, in der Stadt ist das aber Normalität“, schimpft sie. Auch auf dem Puschkinplatz sehe es wild aus. „Wir haben mit Sicherheit noch den ganzen Tag mit Aufräumen zu tun“, sagt die Frau, die sich ansonsten das ganze Jahr über mit ihren Mitarbeitern mit viel Liebe und einem grünen Daumen um das blühende Antlitz der Kurstadt kümmert.
Was sie besonders ärgert, ist das, was scheinbar in Teilen der Riesaer Straße „eingerissen“ ist. Dort wird zwischen Radweg- und Fußweg geknallt. Die Reste bleiben dann einfach stehen nach dem Motto: „Die Dummen räumen ja auf“, sagt sie. Größere Sachbeschädigungen an kommunalen Einrichtungen seien ihr nicht bekannt. „Nur, auf dem Roßmarkt ist eine Bank herausgerissen worden.“

In Elsterwerda war es ganz entspannt

Ein ganz anderes Fazit zieht Elsterwerdas Bauhofleiter Andreas Glas. „Bei uns war es ganz entspannt. Wir haben nur da und dort eine zerborstene Flasche, ansonsten ist es in der Stadt sehr sauber.“ Auch er habe mit seinem Team erst am Montagmorgen mit dem Aufräumen begonnen. „Wir wollten unseren Leuten einen entspannten Neujahrstag gönnen.“