Insgesamt sieben junge Leute im Alter zwischen 17 und 26 Jahren sind in der Nacht vom Sonnabend zu Sonntag in einen schweren Verkehrsunfall auf der B 101 zwischen Wainsdorf (Elbe-Elster) und Frauenhain (Landkreis Meißen) verwickelt worden. Nach Angaben des Polizei-Lagezentrums Dresden – der Unfall ereignete sich gegen 23.30 Uhr kurz hinter der Landesgrenze auf sächsischem Gebiet – ist dabei der 18-jährige Beifahrer eines VW Lupo mit Großenhainer Kennzeichen tödlich verletzt worden.

Zu schnell auf glatter Fahrbahn

Nach Angaben des Sprechers des Lagezentrums war der 20-jährige Fahrer des Lupo von Frauenhain in Richtung Elsterwerda unterwegs, als er nach jetzigen Erkenntnissen vermutlich mit den Fahrbahnverhältnissen nicht angepasster Geschwindigkeit nach dem Durchfahren einer Kurve auf glatter Straße in den Gegenverkehr geriet und dort mit einem Ford mit Calauer Kennzeichen zusammenstieß.

Der Fahrer des Lupo und eine weitere, 17-jährige Insassin wurden genau wie die 20-jährige Fahrerin und der 26-jährige Beifahrer des Ford schwer verletzt. Zwei weitere 23 und 22 Jahre alte Insassen des Ford erlitten leichtere Verletzungen. Die 17-Jährige wurde mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus nach Dresden geflogen.

Elbe-Elster-Einsatzkräfte vor Ort

Nach Angaben von Mario Harnisch, stellvertretender Elbe-Elster-Kreisbrandmeister, der an den Unfallort geeilt war, wurden die Feuerwehren Wainsdorf, Prösen, Stolzenhain, Haida und Würdenhain zuerst informiert. Dazu Rettungsdienst und Polizei aus dem Landkreis Elbe-Elster. Als klar wurde, dass sich der Unfall auf sächsischen Gebiet ereignet hatte, wurde die Polizei des Nachbarlandes informiert, die die Ermittlungen am Unfallort übernahm.

Weiterer Unfall bei Doberlug

Ein Pizzafahrer wurde in derselben Nacht gegen 23.20 Uhr schwer verletzt. Nach Angaben der hiesigen Polizei kam der Mann auf der Straße zwischen Doberlug und Frankena auf überfrorener Straße – vermutlich ebenfalls wegen den Fahrbahnverhältnissen nicht angepasster Geschwindigkeit – von der Fahrbahn ab. Der Mann überschlug sich mit seinem Auto. Er wurde ins Traumazentrum nach Senftenberg gebracht.

Die Lausitz ist darüber hinaus unfallfrei geblieben, bestätigt die Leitstelle Lausitz in Cottbus. Auch die Regionalleitstelle Ostsachsen in Hoyerswerda vermeldet: Trotz überfrorener Verkehrsadern sind Unfälle ausgeblieben.