Recycling: Kaum noch Müll auf der letzten Deponie des Abfallverbandes

In Hörlitz befindet sich die einzige Deponie des Abfallentsorgungsverbandes Schwarze Elster mit Sitz in Lauchhammer.
AEV/Rainer WeisflogDie rund 180 000 Einwohner sowie die Betriebe in dem Gebiet des Abfallentsorgungsverbandes „Schwarze Elster“ produzieren nur noch eine überschaubare Menge Abfall, der im Verbandsgebiet endgelagert wird. In der einzig verbliebenen aktiven Deponie in Hörlitz (OSL) sind im Jahr 2019 nur noch 3500 Tonnen Abfall entsorgt worden. Dabei handelt es sich nach Auskunft von Verbandsvorsteher Dr. Bernd Dutschmann vorrangig um nicht verwertbaren Bauschutt, Asbestabfälle und Mineralfaserstoffe. Die großen Mengen aus Haushalt und Gewerbe werden verwertet oder verbrannt. „Die Kapazität in Hörlitz reicht für Jahrzehnte“, sagt Dr. Bernd Dutschmann.
Nachsorge an drei bereits begrünten Alt-Deponien
Der Abfallentsorgungsverband bedient den kompletten Landkreis Elbe-Elster und den Süden von Oberspreewald-Lausitz. In diesem Gebiet befinden sich drei Altdeponien: Bahnsdorfer Berg, Hennersdorf und Hörlitz (alt). Alle drei sind schon vor Jahren saniert, abgedichtet und begrünt worden. Für die Nachsorge durch die Deponiegesellschaft sind Rückstellungen gebildet worden. Die heutigen Landschaftsbauwerke müssen gepflegt werden. Es sind auch Vermessungen vorzunehmen, und es ist das Deponiegas zu erfassen. Das Gas werde abgefackelt, weil Qualität und Menge für die wirtschaftliche Nutzung nicht ausreichen, so der Verband.
Wirtschaftsjahr 2019 war positiv
Die letzte aufnahmebereite Deponie in Hörlitz werde durch laufende Einnahmen betrieben. Auch dort sind finanzielle Rückstellungen zu bilden. Das operative Ergebnis der Deponiegesellschaft für das Wirtschaftsjahr 2019 war positiv. Darüber sind die Mitglieder der Verbandsversammlung während ihrer jüngsten Sitzung informiert worden.