Das Bad Liebenwerdaer Einkaufszentrum Rösselpark, im Jahr 2014 eingeweiht, darf sich erweitern. Bei zwei Gegenstimmen haben die Abgeordneten mehrheitlich dafür gestimmt.
Die Kernpunkte der Erweiterung: Der Edeka-Markt will seine Verkaufsfläche um etwa 800 Quadratmeter vergrößern, zuallererst, wie Projektentwickler Gerd Duhnke erläuterte, um seine Bioschiene deutlich aufzustocken. Sicher ist demnach auch, dass das jetzige Epikur-Gesundheitszentrum mit seinen Fachärzten und Gesundheitseinrichtungen in ein Ärztehaus auf dem Gelände einzieht. Dieses Haus erhält dann einen eigenen großen Parkplatz.
Damit soll das leidige Parkproblem am jetzigen Standort im Südring der Vergangenheit angehören. Nach jetzt 184 sollen dann inklusive der Stellplätze am künftigen Epikur fast 450 Parkflächen auf dem Gelände zur Verfügung stehen.

Rösselpark: Kriterien für neuen Fachmarkt in Bad Liebenwerda aufgestellt

Direkt dahinter soll ein Gebäude für einen Fachmarkt entstehen. Die Verkaufsfläche ist in den Antragsunterlagen mit etwa 1000 bis 1200 Quadratmetern angegeben. Dazu sei noch kein Mietvertrag unterzeichnet. Sicher so Gerd Duhnke sei aber, dass kein Textilmarkt, kein Lebensmittler, keine Drogerie und kein Schuhhändler einziehen werden, um den vorhandenen Einrichtungen keine Konkurrenz zu bescheren. Er sagte auch, dass es vor längerer Zeit Gespräche mit Expert-Pötzsch zu einem Standortwechsel gegeben habe.
Die fraktionslose Abgeordnete Valentine Siemon lehnte die Erweiterung mit der Begründung ab, dass sie wegen der geringen und älter werdenden Bevölkerung keinen Kaufkraftzuwachs sehe. Sie plädiere eher für eine autofreie Innenstadt. Andreas Schober (AfD) verwies darauf, dass die Erweiterung im Hochwasser-Überschwemmungsgebiet stattfinde und lehnte das Vorhaben auch ab, weil die Erweiterung von Edeka eine neue Konkurrenzsituation zu anderen Lebensmittelmärkten mit sich bringe.