Unter den Tausenden Startern des 49. Rennsteiglaufes am Sonnabend (21. Mai) werden erneut einige Sportler aus Elbe-Elster teilnehmen. An der Startlinie wird dann auch der wahrscheinlich weit und breit schnellste Amtsdirektor stehen.
Göran Schrey aus Hohenleipisch, Verwaltungschef in Plessa, wird die mittellange Strecke auf dem Kamm des Thüringer Waldes in Angriff nehmen. Die Marathondistanz über 42 Kilometer beginnt in Neuhaus am Rennweg. Alle Läufer, auch die des Ultramarathons (73 km) und jene des Halbmarathons, treffen sich dann im Ziel in Schmiedefeld.

Marathon in Berlin und auf dem Rennsteig

Göran Schrey (Altersklasse 45 bis 49) hat bereits etwa 20 Marathonläufe absolviert, die meisten in Berlin. Bestzeit: 3:28 Stunden. Die Berg- und Talstrecke in Thüringen sei jedoch etwas Besonderes. Er nehme dort zum 5. oder 6. Mal teil. So genau wisse er das gar nicht mehr. Seine schnellste Zeit liege bei 3:35 Stunden, und seine beste Platzierung im Marathon über alle Altersklassen hinweg sei der 120. Rang unter mehr als 3000 Läufern.
Das Auf- und Ab-Terrain auf dem Rennsteig mag er sogar, wie er verrät. Denn im Entferntesten ähnele es seiner heimatlichen, hügeligen Trainingsregion um Hohenleipisch. Dort absolviere er monatlich bis zu 150 Trainingskilometer. Wegen der unregelmäßigen Arbeitszeiten als Amtsdirektor mit Abendterminen könne er allerdings „schlecht nach Plan trainieren“.

Laufen bis nach Falkenberg

Deshalb nutze er jede Gelegenheit zum Laufen. Wenn zum Beispiel die Verwandtschaft in seiner Heimatstadt Falkenberg besucht wird, fahre die Familie mit dem Auto vor und er laufe die 29 Kilometer dorthin abseits der Straßen durch die Natur.
Ein Trainingstest war zuletzt der Naturparklauf in Friedersdorf. Über die neun Kilometer war keiner schneller. Die vielen Läufe fordern ihren Tribut: Pro Jahr wird mindestens ein Paar neue Rennschuhe gebraucht.