Puppenspiel in Elbe-Elster: Wenn Puppenspieler selbst in die „Schule“ gehen

Langer Tag und lange Nacht der Puppenspieler beim 28. Internationalen Puppentheaterfestival im Elbe- Elster Land: Was kaum ein Außenstehender weiß, hinter den Kulissen gibt es ein Treffen, bei dem die Puppenspieler selber zu Beobachtern werden.
Veit Rösler- Beim 28. Internationalen Puppentheaterfestival trafen sich über 20 Bühnen im Elbe-Elster-Land.
- An 44 Spielstätten öffneten Theater für Kinder, Jugendliche und Erwachsene den Vorhang.
- Hinter den Kulissen gab es die Lange Nacht der Puppenspieler – Austausch und Beobachtung.
- Eine Bustour führte durch Klosterdörfer und Komödianten-Nester, mit Historikerführung.
- Sponsoren stützen das Festival, da Kosten steigen: Ziel ist Vielfalt und Nähe zur Region.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das Marionettenspiel hat sich vor über 250 Jahren im Land zwischen Elbe und Elster entfaltet. Am 28. Internationalen Puppentheaterfestival im Elbe-Elster-Land haben in diesem Jahr über 20 nationale und internationale Puppenbühnen teilgenommen.
An 44 Spielstätten, darunter in Fabrikhallen, auf Dachböden, in Kirchen, Museen und öffentlichen Einrichtungen, öffneten die Theater ihren Vorhang für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Was kaum ein Außenstehender weiß: Hinter den Kulissen gibt es ein Treffen, bei dem die Puppenspieler selbst zu Beobachtern werden. Die Lange Nacht der Puppenspieler!
Viele Puppenspieler sehen sich bei dieser Gelegenheit das erste und letzte Mal im Leben. Umso wichtiger ist der Erfahrungsaustausch untereinander.
Puppenspieler auf Bildungstour durch Elbe-Elster
In gemütlicher Runde wird dabei über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Puppenspiels debattiert. Diesmal aber sind die teilnehmenden Puppenspieler mit den Festival-Organisatoren vom Landkreis Elbe-Elster zunächst mit einem Reisebus auf Tour gegangen. Bei einer Überlandfahrt haben die Puppenspieler die Klosterdörfer um Doberlug kennengelernt, wie Schönborn, Lindena oder Fischwasser. Danach wurde eine Runde durch die Komödianten-Nester bei Elsterwerda gedreht, wie Saathain und Kraupa.
Von Historiker Ralf Uschner erfuhren die Teilnehmer des Treffens, wie es vor mehreren Hundert Jahren zum Marionettenspiel im Elbe-Elster-Land gekommen ist.
Anschließend sind die wandernden Puppenspieler in der Puppen-Welt des Landkreises gelandet, im Kreismuseum Bad Liebenwerda, wo sie „Kaspers Welten“ und die Sonderausstellung der leidenschaftlichen Puppenspielerin Karin Heym verinnerlichen konnten.

Historiker Ralf Uschner (l.) führt Puppenspieler vom Festival 2026 durch die Sonderausstellung der leidenschaftlichen Puppenspielerin Karin Heym (M.)
Veit RöslerWie in allen Bereichen leidet auch das Puppentheaterfestival an der aktuellen Preisentwicklung. „Die Krise macht auch uns zu schaffen. Alles wird teurer, das muss man in Betracht ziehen. Wir sind deshalb froh, dass zahlreiche Sponsoren an unserer Seite sind“, lässt Susanne Wegner vom Amt für Strukturentwicklung und Kultur des Landkreises Elbe-Elster durchblicken.
Sechs große Sponsoren und viele kleinere regionale Firmen und Einzelpersonen unterstützen das Puppentheaterfestival. Einige schon seit vielen Jahren. Anspruch der Veranstalter ist, eine große Bandbreite an verschiedenen Theatern anzubieten und dabei in die Fläche zu gehen, den ganzen Landkreis zu bespielen.
Diesmal gab es Veranstaltungen mit Bühnen aus Frankreich, Italien, Bulgarien und Deutschland. „Das gefällt auch den Künstlern. Sie erleben hier nicht das klassische Theaterpublikum, sondern die Nähe zu den Menschen aus der Region“, so Wegner. „Wir versuchen, wie das im Theater so üblich ist, viel zu improvisieren, uns gegenseitig zu unterstützen, und hoffen, dass wir das auch noch lange so fortführen können“, schaut Susanne Wegner als eine der Hauptorganisatoren des Puppenspielfestivals in die Zukunft.
