Kann man sich ohne Augenlicht im Alltag zurechtfinden? Wie viele Bände umfasst die Blindenschrift? Und wie überwindet man in einem Rollstuhl Hindernisse? Diese und andere Fragen haben 25 Mädchen und Jungen der 5. Klasse der Grundschule Prösen den Referenten des Schulprojektes „Toleranz durch Dialog“ gestellt. Die Gäste können aufgrund eigener Beeinträchtigungen fundiert aus ihrem Leben berichten.

Insgesamt 15 Projekttage wollen die acht Referenten in Elbe-Elster dieses Schuljahr gestalten, informiert der in Finsterwalde ansässige organisierende Verein Generationen gehen gemeinsam (G3). Anmeldungen aus 13 Schulen sind bis Anfang Oktober bei der Projektkoordinatorin Ute Günther eingegangen.

An den Projekttagen können sich die Schüler durch Hilfsmittel, wie Rollstühle, Blindenstöcke oder auch Augenmasken, in die Lage von Menschen mit Handicap versetzen. Genauso wichtig seien aber auch die persönlichen Lebenserfahrungen der Referenten, die die speziellen Fragen der Schüler gern beantworten.

Der Verein Generationen gehen gemeinsam (G3) organisiert dieses Projekt seit 2005 zusammen mit dem staatlichen Schulamt. Mit der finanziellen Unterstützung durch den Landkreis Elbe-Elster könne es erfolgreich umgesetzt werden.

Um eine der eingangs gestellten Fragen zu beantworten: Der Duden in der Blinden- oder auch Punktschrift umfasst nicht weniger als 25 Bände. Dieser Umfang hat die Prösener Schüler sehr beeindruckt.