Polarlichter über Bad Liebenwerda: Die schönsten Fotos vom leuchtenden Spektakel

Die Polarlichter über der St.-Nikolai-Kirche in Bad Liebenwerda, fotografiert aus Richtung des Kreisverkehrs am Grundschulzentrum.
Jens Berger- Polarlichter waren am 19. und 20. Januar 2026 über Bad Liebenwerda sichtbar.
- Fotos zeigen rote Farben, grüne Lichtbögen und beeindruckende Leuchterscheinungen.
- Das Phänomen entsteht durch geladene Teilchen der Sonne, die Gasmoleküle in der Atmosphäre anregen.
- Das Erdmagnetfeld lenkt diese Teilchen ab und beeinflusst die Intensität der Polarlichter.
- Der magnetische Schutzschild ist nahe der Pole schwächer, wodurch das „polare Glühen“ entsteht.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Breite Bänder, die mal gerade, mal wallend aus dem Himmel fallen, um die Erde berühren zu wollen, grün und rot schimmernde Vorhänge, die sich über die Landschaft und über die Stadt legen – Polarlichter über Bad Liebenwerda.
Das atemberaubende Spiel war in der Nacht vom Montag zum Dienstag (vom 19. zum 20. Januar 2026) über Bad Liebenwerda zu sehen. Aufgenommen sind die Fotos dieses Spektakels der Natur zwischen 22.40 und 23.30 Uhr.
Während die Stadt schlief, hat ein unsichtbarer Maler Bad Liebenwerda in ein völlig neues Licht getaucht. Über dem Rewe-Markt im Wohngebiet Dichterviertel schien der Himmel zu brennen, die alten Industriegebäude aus Klinkermauerwerk der Reiss Büromöbel GmbH im Südring erstrahlten plötzlich mystisch, dem Kirchturm der St.-Nikolai-Kirche ist ein Schleier umgehangen worden.
Das, womit Reiseveranstalter zumeist in den Norden und Süden locken, war in der brandenburgischen Kurstadt des Elbe-Elster-Kreises zu erleben. Auf der vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt beauftragten Internetseite „Welt der Physik“ ist zur Entstehung von Polarlichtern nachzulesen: Hervorgerufen werden die Leuchterscheinungen – ob stark oder schwach – durch elektrisch geladene Teilchen aus dem Weltraum. Dabei handelt es sich vor allem um Elektronen und Protonen von unserer Sonne, die in die Erdatmosphäre gelangen, dort auf Gasmoleküle prallen und diese zum Leuchten anregen. Und weiter wird geschrieben, dass diese einfache Erklärung über den Vorgang tatsächlich erheblich komplexer sei.
Das haben die Polarlichter mit dem Magnetfeld der zu tun
Das Magnetfeld der Erde lenkt demnach, so auf der Internetseite weiter, die aus dem All einprasselnden Teilchen nämlich ab und verhindert dadurch, dass sie direkt in die Atmosphäre eindringen. Gleichzeitig deformiert der stetige Teilchenstrom von der Sonne das Erdmagnetfeld: Auf der Tagseite wird es zusammengepresst, während sich auf der Nachtseite ein ausgedehnter Schweif bildet.
Dieses komplizierte Wechselspiel zwischen Sonnenwind und Erdmagnetfeld, so „Welt der Physik“ weiter, ist bisher zwar noch nicht im Detail verstanden. Klar ist aber, dass der magnetische Schutzschild unseres Planeten – die Magnetosphäre – an manchen Stellen schwächelt. Nahe der magnetischen Pole etwa, wo die Feldlinien aus dem Erdinneren austreten und sich zur Tag- oder zur Nachseite biegen, können nahezu ungehindert Partikel einströmen. Das ruft in der Polarkappenregion eine schwache Leuchterscheinung hervor, polares Glühen genannt.
Sei es, wie es sei, und die Forschungen längst nicht am Ende: In Bad Liebenwerda hat das Naturschauspiel all jenen, die zu den Nachtschwärmern gehören, ein farbenprächtiges Spektakel geboten.





