Der Saxdorfer Pfarrgarten ist ein Gartenparadies mit mehr als 3000 Pflanzenarten, Gehölzen und Stauden aus fünf Kontinenten. Seit 1967 entwickelten Pfarrer Karl-Heinrich Zahn und der Künstler Hanspeter Bethke den Garten zu einem botanischen Gesamtkunstwerk, das je nach Jahreszeit immer wieder Neues entdecken lässt.
Gegenwärtig bis in den August hinein hat der Garten einen besonderen Gast. Die Stiftung St. Matthäus, Kulturstiftung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, hat drei Brandenburger Kirchgärten – neben Saxdorf noch Altfriedland bei Neuhardenberg und Grüntal im Barnim – für das Projekt „Diesseits von Eden“ ausgewählt.

Sie schafft essbare Skulpturen aus Pflanzen und Blumen

Die portugiesische Künstlerin Marisa Benjamim beginnt die Künstlerresidenz in Saxdorf mit ihrer Performance „Floristaurant“, in der sie die Gäste mit essbaren Skulpturen aus Pflanzen und Blumen des Pfarrgartens in den Geschmack des Gartens einführt. In der Pressemitteilung der Stiftung heißt es: „Im Rahmen ihrer Residenz wird sie essbare Blumen und Kräuter aus dem Pfarrgarten sowie den Gärten des Dorfes sammeln und dabei die Beziehungen des Pfarrgartens mit den Gärten des Dorfes als soziale Orte erkunden.“
Im Pfarrgarten Saxdorf blühen derzeit etwa 300 alte Rosensorten. Einige von ihnen entfalten bereits jetzt ihre ganze Pracht. Die alten, intensiv duftenden Sorten stammen meist aus China oder Großbritannien, einige von ihnen sind bereits über 100 Jahre alt.
Im Pfarrgarten Saxdorf blühen derzeit etwa 300 alte Rosensorten. Einige von ihnen entfalten bereits jetzt ihre ganze Pracht. Die alten, intensiv duftenden Sorten stammen meist aus China oder Großbritannien, einige von ihnen sind bereits über 100 Jahre alt.
© Foto: VRS
Dabei kommt ihr ein besonderer Fund zugute: Die in dieser sozialen Aktion gesammelten Blumen werden mithilfe einer im Pfarrgarten aufgefundenen Druckerpresse künstlerisch bearbeitet und als kollektiver „Blumenstrauß aus Saxdorf“ während ihres „Offenen Ateliers“ und in der anschließenden Ausstellung präsentiert. Der Lionsclub Elsterwerda-Bad Liebenwerda unterstützt die Künstlerin und wird einen Teil des benötigten Materials finanzieren.
Den offiziellen Auftakt für ihren Aufenthalt in Saxdorf will Marisa Benjamim an diesem Sonntag, 26. Juni, um 15 Uhr mit „Floristaurant“, einer performativen Einführung in den Geschmack des Gartens geben. Gäste sind willkommen.
Weitere Termine: Offenes Atelier am 6. August ab 15 Uhr; Ausstellung vom 6. bis 28. August im Pavillon des Saxdorfer Pfarrgartens, jeweils an den Wochenenden bzw. auf Anfrage zu besichtigen.