Er hat seine schwere Krankheit nicht besiegen können. Marco Hollmig, Stadtwehrführer und Mitglied der Stadtverordnetenversammlung Uebigau-Wahrenbrück, ist am Sonnabend in den späten Nachmittagsstunden im Alter von nur 47 Jahren verstorben. Das bestätigt gegenüber der Rundschau seine Familie. Marco Hollmig hatte erst im vergangenen Jahr geheiratet und keine Kinder.

„Wir haben so viel gemeinsam gemacht“

Besonders in Feuerwehrkreisen hat der Tod des Prestewitzers für Bestürzung gesorgt. „Er hat um seine Krankheit nie viel Worte gemacht“, sagt Sören Diecke, in gleicher Funktion in der Nachbarstadt Falkenberg tätig. „Wir haben so viel gemeinsam gemacht – ob nun bei Einsätzen oder bei Weiterbildungen und Übungen“, sagt Sören Diecke und meint: „In seinem Job hatte er es nicht einfach, er musste schließlich 15 Ortsfeuerwehren unter einen Hut bekommen.“
Die Feuerwehr hat den Prestewitzer schon in Kinder- und Jugendtagen begleitet. Im Jahr 1985 ist er eingetreten, damals als junger Brandschutzhelfer. Im Jahr 2009 wurde er zum Stadtbrandmeister ernannt.

Marco Hollmig wurde auch für sein kommunalpolitisches Engagement geachtet

In Uebigau-Wahrenbrück war er auch wegen seines kommunalpolitischen Engagements geachtet. In der Stadtverordnetenversammlung vor allem deshalb, weil er mit seiner Auffassung nie hinter den Berg hielt und auf eine ausgewogene Entwicklung der beiden Städte Uebigau und Wahrenbrück mit den zahlreichen Ortsteilen achtete.
Verbandsgemeindebürgermeister Herold Quick war sichtlich betroffen. „Ich bin erschüttert. Ich wusste nicht, dass er so krank war. Marco Hollmig war immer einer, der geradeheraus gesagt hat, was er dachte und immer irgendwie den Blick nach vorn richtete. Er war ein Unterstützer des neuen Konstrukts Verbandsgemeinde. Er wird uns fehlen. Wir trauern mit den Angehörigen.“