Müll bei Elsterwerda
: Asbestplatten illegal entsorgt – wer kann Hinweise geben?

Mehrere Reisende haben illegal abgeladenen Müll an der B101 bei Elsterwerda entdeckt. Beräumung und Entsorgung gehen jährlich in die Tausende.
Von
Manfred Feller
Elsterwerda
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Dieser Stapel Wellasbestplatten wurde illegal an der B 101 am Ortsausgang Elsterwerda in Richtung Bad Liebenwerda entsorgt.

Dieser Stapel Wellasbestplatten wurde illegal an der B101 am Ortsausgang Elsterwerda in Richtung Bad Liebenwerda entsorgt.

Manfred Feller

Binnen kurzer Zeit hat die untere Abfallwirtschaftsbehörde Elbe-Elster mit zwei Fällen von illegaler Asbestentsorgung zu tun. Bei Rehfeld wurden Löcher eines Feldweges mit gemischtem Bauschutt verfüllt. Der dortige Verursacher ist bislang ebenso unbekannt, wie jener, der am Berg neben der B101 unweit des Ortsausganges Elsterwerda in Richtung Bad Liebenwerda einen Stapel Wellasbestplatten entsorgt hat.

Reisende, die dort Halt gemacht hatten, haben dies gemeldet. Die Behörde hat die Information inzwischen an den Abfallentsorgungsverband (AEV) „Schwarze Elster“ weitergegeben, damit dieser die fachgerechte Entsorgung des als gefährlich eingestuften Abfalls veranlassen kann. Hinweise, die zum Verursacher führen, seien ausdrücklich erwünscht, so die Kreisverwaltung.

Asbest, Schutt und Reifen in Elbe-Elster illegal entsorgt

Die Bohrungen in den Wellplatten deuten darauf hin, dass jemand ein Dach neu eingedeckt hat. Werden asbesthaltige Baustoffe legal entsorgt, so koste dies derzeit etwa 170 Euro je Tonne, plus Transport.

Im Jahresdurchschnitt würden der Abfallbehörde 30 bis 40 illegale Abfallablagerungen im Außenbereich gemeldet. In diesem Jahr seien es bis heute bereits 40 gewesen. Am häufigsten würden Asbest, Bauschutt, Altreifen und Siedlungsabfälle heimlich entsorgt. Aufmerksame Bürger meldeten nicht nur die Fälle, sondern gäben manchmal auch Hinweise zum möglichen Verursacher (E-Mail: antonia.teurich@lkee.de).

Dort, wo an der B 101 bei Elsterwerda die Asbestplatten liegen, hat jemand auch schon anderen Abfall entsorgt.

Dort, wo an der B101 bei Elsterwerda die Asbestplatten liegen, hat jemand auch schon anderen Abfall entsorgt.

Manfred Feller

Beräumung, Transport und Entsorgung von illegalem Müll hätten dem AEV im Vorjahr etwa 38.000 Euro gekostet. Die Lasten trügen Kreis, Kommunen, Abfallverband und nicht zuletzt die Gebührenzahler.

In diesem Zusammenhang warnt der Landkreis vor kostengünstigen, jedoch fachfremden Firmen bei der Abfallentsorgung. Diese würden sich bezahlen lassen, jedoch den Abfall in der Landschaft entsorgen. Könne der Ursprungsort zurückverfolgt werden, zahle der Auftraggeber am Ende doppelt.