Von Mirko Sattler

Mit einem kleinen Volksfest auf der Festwiese in Dreska haben die Plessaer Mühlenmusikanten ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum gefeiert. Angefangen hatte alles am 19. März des Jahres 1999. Musikbegeisterte Einwohner fanden sich zum gemeinsamen Spiel zusammen. „Damals war viel los in Dreska. Man hat schöne Feste zusammen mit der ganzen Dorfgemeinschaft gefeiert. Durch den guten Kontakt zu allen wurden wir eingeladen“, erinnert sich der stellvertretende Vorsitzende Thomas Jähnigen.

Mit zwölf Mitgliedern hat man einst angefangen. Heute sind es 16 Musiker im Alter von Mitte 20 bis 70. Rechnet man den Durchschnitt aus, so sind die Plessaer Mühlenmusikanten mit unter 50 Jahren mit die altersmäßig jüngsten Musiker in der Region in der Branche.

Alle Musiker führen die Musik neben ihrem eigentlichen Beruf aus. „Daher haben wir auch nicht die Zeit, selber Nachwuchs auszubilden. Unsere Kinder bekommen die Musik schon in die Wiege gelegt, lernen sie aber sehr klassisch zum Beispiel in der Elsterwerdaer Musikschule“, so Jähnigen weiter. Durch die Vielzahl jener Nachwuchsmusiker, die sich auf Schlagzeug oder Gitarre spezialisieren, ist es schwierig, geeignete Mitglieder zu akquirieren. „Tenorhorn, Tuba oder Klarinette sind die Instrumente, die wir suchen. Daher wird der Einzugsbereich unserer Mitglieder immer größer. Wenn wir keine geeigneten Musiker finden, sind unsere Bandmitglieder gezwungen, ein weiteres Instrument zu lernen oder wir borgen uns von anderen Gruppen die Musiker“, war von Thomas Jähnigen zu erfahren.

Zu rund 40 Auftritten fahren die Plessaer Mühlenmusikanten im Jahr. Neben dem Haupteinzugsgebiet in Elbe-Elster geht es auch schon mal nach Torgau, Geierswalde oder bis in die Berliner Ecke. Im Repertoire der Band steht ausschließlich Blasmusik, angefangen von Polka über Märsche bis hin zum Walzer. Eine andere Musikrichtung gibt die Musikerbesetzung nicht her. Mit ihren Liedern können die Plessaer Mühlenmusikanten einen vierstündigen Nachmittag füllen. Beim Frühschoppen am Sonntagvormittag konnten sich die Besucher davon zum Teil überzeugen.