Wahrscheinlich hat das Ehepaar Bekker aus Elsterwerda einem jungen Rotmilan das Leben gerettet. Am vorigen Donnerstag hatte zunächst Frau Bekker den Greifvogel in ihrem Garten an der Mauer zum Stadtpark entdeckt. Das Tier habe sich sich flach liegend mit ausgebreiteten Schwingen tot gestellt.

Am nächsten Tag schaute ihr Mann Dr. Gustav Bekker noch einmal nach. Der Rotmilan war immer noch da. Der Elsterwerdaer störte den Vogel nicht. Doch dieser ließ ihm keine Ruhe. Nach einer Stunde sah er erneut nach. „Der ist doch krank“, dachte sich Dr. Gustav Bekker.

Rotmilan unter Beobachtung

Er informierte Uwe Lewandowski, Leiter der Oberförsterei Hohenleipisch. Dieser machte es möglich, dass Mitarbeiter Torsten Pawlack vorbeikam und den Milan einfing. Der Greifvogel habe gar nicht versucht wegzufliegen. Er hüpfte lediglich. Bei der ersten Inaugenscheinnahme seien keine sichtbaren Verletzungen festgestellt worden. Der Milan wurde dann zur Greifvogelstation Oppelhain gefahren und in fachlich beste Hände übergeben. In einer Voliere stehe der in einigen Regionen Deutschlands als gefährdeter Brutvogel eingestufte Rotmilan nun unter Beobachtung.