Landtagswahl Brandenburg 2024
: CDU Elbe-Elster nominiert Kandidaten mit Kampfabstimmung

In Brandenburg wird im Jahr 2024 ein neuer Landtag gewählt. In Elbe-Elster hat die CDU als erste Partei ihre Kandidaten nominiert. Durchaus mit einer Überraschung.
Von
Frank Claus
Elsterwerda
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Signal auf Grün – Start für den Wahlkampf: Rainer Genilke (r.) und Thomas Boxhorn wollen für die CDU Elbe-Elster im nächsten Jahr in den Landtag Brandenburg einziehen.

Frank Claus

Die CDU Elbe-Elster will wieder Direktmandate für den Einzug in den Landtag gewinnen und die AfD vom momentanen Spitzenplatz verdrängen. Als erste Partei hat sie am Donnerstag, 7. September, ihre Kandidaten im Wahlkreis 36 (Falkenberg/Elster, Finsterwalde, Herzberg (Elster), Schönewalde, Sonnewalde und Uebigau-Wahrenbrück sowie die Ämter Kleine Elster und Schlieben) sowie im Wahlkreis 37 (Bad Liebenwerda, Doberlug-Kirchhain, Elsterwerda, Mühlberg, Gemeinde Röderland sowie die Ämter Elsterland, Plessa und Schradenland) nominiert.

Im Wahlkreis 36 ist Rainer Genilke mit 98 Prozent Zustimmung ins Rennen geschickt worden. Der Finsterwalder ist bei der Landtagswahl 2019 über die Liste ins Parlament eingezogen und wurde später zum Staatssekretär im Brandenburger Verkehrsministerium berufen.

Wahlkrimi – Sebastian Rick gegen Thomas Boxhorn

Im Wahlkreis 37 stand das Ergebnis erst nach einer Kampfabstimmung und nach zwei Wahlgängen statt. Beworben um die Nominierung hatten sich Sebastian Rick aus Gröden, der bereits 2019 von seiner Partei bestätigt worden war und zum ersten Mal Thomas Boxhorn aus Doberlug-Kirchhain. Nach zwei Wahlgängen stand Thomas Boxhorn als Gewinner der Abstimmung (31:29) fest. Er war besonders stark vom eigenen und vom Stadtverband Elsterwerda unterstützt worden. Anja Heinrich aus Elsterwerda erklärte danach: „Mit Thomas Boxhorn haben wir die Chance, Blau zurückzudrängen.“ Damit meint sie die AfD, die bei der zurückliegenden Wahl beide Wahlkreise gewann.

Ergebnisse 2019. Im Wahlkreis 36 holte Peter Drenske mit 25,5 Prozent das Direktmandat für die AfD. Auf Rainer Genilke entfielen 24,3 Prozent der abgegebenen Stimmen. Im Wahlkreis 37 siegte Volker Nothing (AfD) mit 30,2 Prozent deutlich von Sebastian Rick (25,2 Prozent). In beiden Wahlkreisen siegte die AfD bei den Zweitstimmen (Parteienstimme). Wahlkreis 36: AfD 26,5; SPD 26,1, CDU 19,5. Wahlkreis 37: AfD 31,7; SPD 23,3; CDU 19,6 Prozent.