Kunst aus Elbe-Elster: Cornelia Götze aus Prösen stellt in China aus

Cornelia Götze aus Prösen während ihrer künstlerischen Arbeit im heimischen Atelier.
Daniela RohnfeldLängst nicht alle Künstler können von ihrer Hände Arbeit leben, geschweige denn, sich für Ausstellungen im Ausland in Unkosten stürzen. Cornelia Götze aus Prösen wagt nach einer digitalen Ausstellung in New York und realen Schauen in Zürich, Madrid und Paris nun den ganz großen Schritt. Als Ruheständlerin gehe sie ein nicht ganz günstige Wagnis ein.
Vom 27. November bis 27. Februar nimmt sie mit zehn ihrer bereits verschickten Werke an einer Gruppenausstellung europäischer Künstler, organisiert vom Pashmin Art Consortium, im „Hong Art Museum“ in Chongqing in China teil. Dafür musste man sich bewerben. „Das ist wirklich mal was Besonderes, und ich freue mich riesig darüber“, sagt sie.
Künstlerin bleibt in Prösen, ihre Bilder reisen nach China
Nach China selbst wird sie aus Kostengründen nicht fliegen. Schon für den Transport ihrer Bilder müsse sie einiges bezahlen. Damit es wenigstens ein Nullsummengeschäft wird, werden einige ihrer Arbeiten vor Ort verkauft und damit im Land bleiben. Ein Beispiel: Allein das Verpacken und Transportieren von drei in Madrid ausgestellten und nach Deutschland zurückgeführten Arbeiten der Malerei habe rund 700 Euro gekostet. „Ich bin jedes Mal froh, wenn die Unkosten gedeckt sind“, sagt die Prösenerin, die auch schon in der Kleinen Galerie Elsterwerda ausgestellt hat.

Auch das Bild „Kissenschlacht“ von Cornelia Götze aus Prösen wird in Chnia gezeigt.
Cornelia GötzeIn ihren naturalistischen bis abstrakten Werken setzt sie sich mit vielem auseinander, was die Menschen beschäftigt. Die Bandbreite reicht von Gesundheit über Familie, Kinder und Umweltschutz bis hin zu Krieg und Frieden.
Am 3. Dezember von 11 bis 18 Uhr lädt sie auf ihr Grundstück in Prösen, Frauenhainer Weg 37, ein. Bei entsprechendem Wetter gibt es viel Kunst zu sehen und als Weihnachtsgeschenk zu erwerben, dazu offenes Feuer und Glühwein.