Staatskapellenmusiker, Theater aus Senftenberg, lachen am Valentinstag, Dirk Michaelis, Uschi Brüning, Eric-Clapton-Songs, Tino Eisbrenner und noch viel mehr bietet das neue Programm des Fördervereins Gut Saathain für das kommende Jahr (demnächst auf dessen Internetseite). Das heimische und teilweise bis aus Berlin, aus den Nachbarlandkreisen und aus Sachsen anreisende Publikum darf sich auf einen bunten Mix von Klassik über Gesang bis Humor freuen.

Ein Weihnachtsgeschenk gefällig?

„Da ist auf jeden Fall ein passendes Weihnachtsgeschenk dabei“, möchte Vereinsvorsitzender Joachim Pfützner die Suche nach einer Überraschung zum Fest erleichtern. Der Kartenvorverkauf beginnt am 22. November. Die eine oder andere Veranstaltung wird ganz sicher erneut ausverkauft sein. Der moderate Kartenpreis bewege sich wie gewohnt zwischen zehn und 20 Euro.

Im Mai 2020 geben auf Gut Saathain die Damen von „Les Troizettes“ ein Frühlingskonzert zum Muttertag.
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Joachim Pfützner und Doreen Hoffmann vom Förderverein haben erneut jede Menge Herzblut in die Auswahl der nunmehr 16 geplanten Veranstaltungen (bisher 14) gesteckt. Da fällt es schwer, persönliche Favoriten zu benennen. Doreen Hoffmann legt sich fest: „Ich freue mich am 26. Juni auf das Konzert mit Christina Lux. Sie kenne ich bisher nur aus dem Radio.“ Auch Joachim Pfützner entscheidet sich schließlich: „Ich bin Klassikfan und freue mich sehr auf die Bühnenshow von ,Les Troizettes’ zum Muttertag am 10. Mai.“

Doreen Hoffmann erwartet auch am 8. März, dem Internationalen Frauentag, ein volles Haus. Kein Geringerer als Dirk Michaelis wird die Herzen mit seinem Gesang berühren.

Die Freunde der Musik von Eric Clapton kommen im November 2020 auf ihre Kosten. Dann spielt „Slowhand“, die Eric-Clapton-Tribut-Band, auf Gut Saathain.
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Wer es ein wenig rockiger mag, der wird sich den 8. November vormerken. Dann tritt die Band „Slowhand“ mit Titeln von Eric Clapton auf. Joachim Pfützner ist sich sicher: „Da bleibt keine Karte übrig.“ Die vorherigen Tribute-Konzerte mit Musik von den Dire Straits und Joe Cocker seien sehr gut angekommen. Deshalb werde diese Reihe auch fortgeführt. „Ansonsten fahren wir die Linie, dass alle die Künstler, die bei uns erfolgreich waren, nach zwei bis drei Jahren wieder eingeladen werden“, erläutert der Cheforganisator seine Strategie.

Star aus „In aller Freundschaft“

Das heißt aber auch, dass neue Leute und Ideen nachrücken. Michael Trischan ist so einer. Passend zum Valentinstag am 14. Februar, dem Tag der Liebenden, tritt er mit seinem Kabarettprogramm „Windeln, Pickel, Psychiatrie - Man(n) wächst mit seinen Aufgaben“ auf. Das riecht stark nach „Beziehung aufs Korn nehmen“. Wer Michael Trischan nicht kennt: Die Fans der ARD-Serie „In aller Freundschaft“ wissen, dass dieser Mann durchaus viel Humor besitzt.

Am Valentinstag im nächsten Jahr wird Michael Trischan mit seinem Programm das Zwerchfell der Zuhörer auf Gut Saathain erschüttern.
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Eine Freiluftpremiere analog dem äußerst beliebten Klassik-Picknick in Dresden wird am Sonntag, dem 5. Juli, geboten. Bei freiem Eintritt wird auf der Wiese des Gutes Saathain „Kultur im Grünen“ geboten. Die Gäste, möglichst in Schwarz-Weiß gekleidet, bringen Decke, Gläser, Getränke und Speisen mit, während der Förderverein für die Musik sorgt. „Das ist unser Versuch eines neuen Farbtupfers“ macht Joachim Pfützner Lust auf das erste Mal.

Jedes Jahr gesetzt ist dagegen das Neujahrskonzert (2020 am 5. Januar) mit Musikern der Sächsischen Staatskapelle. „Diese Verbindung zu Saathain entstand bereits in den 1990er-Jahren durch einen Musiker aus Biehla, der dort spielt“, blickt Joachim Pfützner zurück.

Den Internationalen Frauentag am 8. März 2020 bestreitet der Sänger Dirk Michaelis auf Gut Saathain.
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Der Förderverein wird 2020 wieder geführte Radtouren anbieten: am 6. Juni eine 3-Kirchen-Rundfahrt und am 12. September geht es zum Klostergeflüster nach Riesa.

In diesem Jahr dürfen die Kulturfreunde noch auf drei Veranstaltungen gespannt sein. Zum Beispiel an diesem Sonntag (10. November, 17 Uhr) auf das Kabarett mit Peter Kube vom Theaterkahn Dresden.

Viele Zuschauerreihen zu füllen

Am Ende der Saison werden es wieder zwischen 3000 und 3500 Besucher gewesen sein. In der Kirche haben während des Sommerhalbjahrs (Mai bis September) 185 Gäste Platz und im Gutssaal 365. Manche Angebote kommen sehr gut an, andere weniger und spülen dadurch ein Minus in die Kasse. In der Jahresbilanz müsse jedoch eine schwarze Zahl stehen.

Die Sonderwünsche der Künstler

Ob darauf auch die Sonderwünsche der Künstler einen Einfluss haben, lässt Joachim Pfützner offen. Diese hätten sich auf jeden Fall verändert. „Waren die Künstler in den 1990er-Jahren noch dankbar für ein paar belegte Brötchen, so kann die Cateringliste heute schon sehr lang werden. Bis hin zur Weinsorte, veganem, vegetarischem Essen und eventuellen Unverträglichkeiten ist heute alles vertraglich festgelegt“, runzelt der Vereinsvorsitzende ein wenig die Stirn über manch einen Anspruch. Die meisten Forderungen würden Agenturen stellen. Unkompliziert seien dagegen Verhandlungen direkt mit den Künstlern, wie zum Beispiel mit Franziska Trögner und Annekatrin Bürger.

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