Konflikt in Nahost: Urlaub in Dubai und Emiraten - kommt jetzt die Stornoflut?

Dubai-Werbung mit der Aufschrift „Träumen Sie von Ihrem nächsten Dubai Urlaub“? – Welche Erfahrungen sammeln hiesige Reisebüros?
Peter Kneffel/dpa- Konflikt: Seit dem Morgen des 28. Februar Militärschlag Israel/USA gegen Iran.
- Folge: Teheran droht Zielen in den VAE; Drohnen/Raketen über Dubai.
- Luftraum gesperrt, Airlines stoppen Betrieb, Touristen sitzen fest.
- Reisebüros in Finsterwalde/Bad Liebenwerda: Stornos, Umbuchungen, hoher Beratungsbedarf.
- Prognose: Minus 11–27 % Gäste im Nahen Osten bis 2026; 40 Mrd. Euro Verlust.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Lage in der Golfregion ist instabil geworden, seit am Morgen des 28. Februar Israel und die USA zu einem Militärschlag gegen den Iran ausgeholt haben. Teheran sucht nach Vergeltung und hat sich auch US-Botschaften, Hotels, Flughäfen, Wohn- und Industriegebiete in den Vereinigten Arabischen Emiraten als Ziele ausgesucht.
Drohnen und ballistische Raketen fliegen über die Glitzermetropole Dubai. Die Geschosse schlagen ein oder Trümmer der abgefangenen Kriegstechnik fallen vom Himmel. Der Slogan vom sichersten Land der Welt wackelt. Der Luftraum ist gesperrt, mehrere Fluggesellschaften haben ihren Betrieb eingestellt. Touristen sitzen fest.
Wie reagieren Einwohner in Elbe-Elster, deren Ziel in diesen Tagen Länder in der Golfregion sind, oder die noch in diesem Jahr dieses Ausflugsziel buchen wollten? Petra Scherff vom Reisebüro Destino in Finsterwalde fühlt sich fast ein Stück an die Coronazeit erinnert.
Monat März ist Hochsaison für Asien-Urlauber
„Eigentlich ist der März Hochsaison für Reisen in den asiatischen Raum. Und dabei ist es nicht nur Dubai. Viele fliegen über das Luftdrehkreuz Dubai oder über Doha weiter, um auch auf die Seychellen, die Malediven oder nach Mauritius zu kommen. Da können Sie sich vorstellen, was jetzt hier los ist“, sagt sie auf Anfrage dieses Portals.
Bis Ende dieser Woche können Urlaube in der jetzigen Krisenregion kostenfrei storniert werden, bis zum 31. März dürfe kostenfrei umgebucht werden auf eine andere Reise, erklären zahlreiche Reisebüros und Reiseportale. Petra Scherff hat damit alle Hände voll zu tun. Die Situation sei insgesamt sehr ärgerlich, da zum Beispiel auch Saudi-Arabien und der Oman immer beliebter geworden seien. Und sie weiß: „Ein Teil unserer Arbeit der vergangenen Monate ist damit hin.“
Welche Ausmaße das Reise-Nichtgeschäft in diesem Jahr noch annehmen werde, sei völlig offen. Petra Scherff verfolgt die weltpolitische Lage in diesen Tagen besonders aufmerksam. Der Iran wird auch für zwei Angriffe auf die Türkei und Zypern verantwortlich gemacht.

Petra Scherff, Mitarbeiterin im Reisebüro Destino in Finsterwalde, zeigt zwei Reisekataloge für den Orient beziehungsweise für Asien.
Rolf KühneJetzt noch mehr Beratungsbedarf in Reisebüros
Sina Noack im Holiday-Land in Bad Liebenwerda spürt ebenso die Verunsicherung. Auch dort gebe es vereinzelt Stornierungen und Umbuchungen, aber besonders hoch sei der Beratungsbedarf. Wer nicht in den nächsten Tagen verreisen wollte, warte jetzt eher ab. So die Erfahrung in der Kurstadt.
Wie angespannt die Situation ist, verdeutlicht diese Einschätzung gegenüber dem Portal Euronews: „Wir schätzen, dass die Zahl der ankommenden Gäste im Nahen Osten im Jahr 2026 infolge des Konflikts um elf bis 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgehen könnte. Unsere Prognose vom Dezember war noch von einem Wachstum von 13 Prozent ausgegangen“, so Helen McDermott, Director of Global Forecasting, und Senior Economist Jessie Smith vom Analysehaus Tourism Economics. Prognostiziert wird, dass dem Nahen Osten 40 Milliarden Euro Touristengeld verloren gehen, weil möglicherweise bis zu 30 Millionen Gäste wegbleiben.

