Um 17.38 Uhr erreichte die Bundespolizei am Montag die Meldung: Kind im Gleis. Ein Lokführer hatte bei der Vorbeifahrt auf der Strecke Elsterwerda-Riesa-Chemnitz ein Kind an der Haltestelle Prösen-West (ehemals Waldfrieden) beobachtet, das immer wieder vom Bahnsteig ins Gleis sprang. Er habe den Fahrdienstleiter informiert, der umgehend die Sperrung des Streckenabschnitts veranlasst und die Bundespolizei informiert habe. Das bestätigt Holger Uhlitzsch, Pressesprecher der Bundespolizeiinspektion Dresden. In Zusammenarbeit mit der Landespolizei seien Einsatzkräfte vor Ort geschickt worden.

Die haben, so Holger Uhlitzsch, einen elfjährigen Jungen feststellen können und ihn seinen Eltern mit eindringlicher Belehrung übergeben. Der Pressesprecher: „Wir nehmen den Vorfall zum Anlass, sobald es nach der Corona-Schulschließung wieder möglich ist, in die dortige Schule zu gehen und über Gefahren am Gleis zu informieren.“ Aus solchem spielerischen Leichtsinn könnten sehr schnell lebensbedrohliche Situationen entstehen, erklärte er. Um 18.19 Uhr sei der betroffene Abschnitt wieder für den Zugverkehr freigeben worden.