Schadinsekten und Trockenheit haben Wäldern im Landkreis Elbe-Elster arg zugesetzt. Wie groß die Schäden inzwischen sind und wo in welchem Umfang Förderbedarf besteht, darüber informiert sich Brandenburgs Forstminister Axel Vogel (Grüne) am 10. Juni in Elbe-Elster. Vom Treffpunkt Oschätzchen aus werden nach Auskunft von Uwe Lewandowski, Leiter der Oberförsterei Hohenleipisch, drei Waldgebiete in Augenschein genommen.

Käferfraß auf Tausenden Hektar in Elbe-Elster

Was der Minister, vorinformiert durch sein Fachressort, zu sehen bekommen wird, ist längst traurige Realität. Aufgrund zu geringer Niederschlagsmengen in den vergangenen Jahren sind die Bäume in ihrer Vitalität so geschwächt, dass Borkenkäfer, Prachtkäfer und pilzliche Schaderreger leichtes Spiel haben. Dies habe, so das Ministerium, in Elbe-Elster zu Absterbeerscheinungen von Bäumen in einem bisher unbekannten Ausmaß geführt. Auf rund 15 000 Hektar sei bereits jetzt ein akuter Schädlingsbefall festzustellen. Hinzu komme ein erheblicher Umfang von bereits abgestorbenen Flächen.

Stürme und Trockenheit geben den Elbe-Elster Wäldern den Rest

Wie kam es zu der heutigen Lage? 2016 hatte sich die Kiefernbuschhornblattwespe durch die Baumkronen gefressen. Im niederschlagsreichen Jahr erholten sich die Kiefernbestände. Jedoch nur kurz. Stürme Ende 2017 und das Orkantief „Friederike“ im Januar 2018 führten zu einer großen Menge Schadholz. Die Trockenheit der Jahre 2018 und 2019 habe die Situation dramatisch verschärft.

Forstminister Axel Vogel wird auch mit Förstern und Waldbesitzern aus der Region sprechen, um weitere Erkenntnisse über notwendige Fördermöglichkeiten zu erhalten.