Energie Cottbus: FCE kommt am 1. Juli wieder zum Testspiel nach Bad Liebenwerda

Vor zehn Jahren: Der damalige Energie-Trainer Rudi Bommer mit den Spielern Julian Börner (13) und Nicolas Farina (14) am abgebrannten Sportlerheim in Bad Liebenwerda. Am 1. Juli kommt Energie erneut ins Waldstadion.
Mona ClausEs war damals ein Fußballfest nach traurigem Anlass. Zu Pfingsten 2013 ist Bad Liebenwerdas Sportlerheim nach Brandstiftung fast vollständig abgebrannt. Nicht nur das Gebäude, auch viele ideelle Werte — Urkunden, Pokale, Fotos — wurden unwiederbringlich vernichtet.
Die Fußballer von Energie Cottbus, damals noch in der 2. Bundesliga, hatten sofort der Bitte nach einem Benefizspiel zugesagt. 1800 Gäste haben im Juli 2013 ein Fußballfest erlebt. Die Mannschaft und der damalige Trainer Rudi Bommer haben sich beim Rundgang durch die Brandruine erschüttert gezeigt. Der damalige Trainer der Bad Liebenwerdaer Auswahl, die sich mit Spielern aus dem Elbe–Elster–Kreis verstärkt hatte, Mario Barczyk, gab die Marschrichtung aus: „20 wollen wir nicht fangen.“ Es wurden an jenem 17. Juli exakt 17 Treffer und so waren beide Teams zufrieden. Rudi Bommer hatte von seinem Team 16 Treffer sehen wollen.
Hat Cottbus auch eine Torvorgabe?
Ob der jetzige Energie–Trainer Claus–Dieter Wollitz auch eine Trefferzahl vorgegeben hat, ist nicht bekannt, aber wenn am Sonnabend (1. Juli) um 15 Uhr Anstoß im Waldstadion ist, wird Energie mit dem gegenwärtig stärksten Kader auflaufen. Denn die Saisonvorbereitung ist kurz, alle Abgänge und Neuverpflichtungen stehen noch nicht fest. Die Regionalliga–Saison beginnt bereits in der letzten Juliwoche. FC–Chef Jens Hennig freut sich, dass Energie der neuerlichen Bitte zum Spiel exakt zehn Jahre nach dem Brand wieder folgen wird. „Diesmal treten wir als FC ohne fremde Unterstützung an.“ Der Kartenvorverkauf hat begonnen. „Wir rechnen mit etwa 1000 Besuchern.“ Parkplätze seien am Bahnhof und am ehemaligen Kraftverkehr ausgewiesen. Einheimische sollten mit dem Rad kommen.
