(red/fc) Der CDU-Landtagsabgeordnete Rainer Genilke hat die Nase voll. „Wenn jemand einen Baum ohne Genehmigung fällt, schlagen staatliche Institutionen ohne Gnade zu. Stirbt die Schwarze Elster durch saure Wassereinleitungen und sämtliches Leben in ihr, passiert seitens der zuständigen Landesbehörden wenig“, sagt er und kritisiert das langsame Handeln der Landesbehörden.

Im Bereich der Schwarzen Elster im Abschnitt Plessa-Wahrenbrück kommt es in den vergangenen Wochen zu einem massiven Fischsterben. Der Grund hierfür sind überaus niedrige pH-Werte und eine starke Versauerung der Schwarzen Elster und ihrer Zuflussgräben – vermutlich verursacht durch die Einleitung von gehobenem Grundwasser in die Zuflüsse der Schwarzen Elster durch den Bau der Eugal-Gaspipeline.

Der umweltpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag, Dieter Dombrowski, erklärt: „Bereits im Januar informierte die Untere Wasserbehörde des Landkreises Elbe-Elster das Landesamt für Umwelt und das Landesbergamt über die schlechte Gewässergüte und die niedrigen pH-Werte. Hier ist offenbar nichts passiert.“ Er sagt: „Beide Ämter stehen jetzt in der Verantwortung, die ökologische Katastrophe umgehend zu beenden.“ Am Donnerstag findet ein Krisentreffen an der Elster bei Plessa mit Bürgermeistern der Anrainerkommunen, dem Landkreis, dem Landesbergamt und dem Landesumweltamt statt.

Nach dem Fischsterben in der Schwarzen Elster Saures Wasser wird auf Feldern verrieselt

Plessa