Die Elsterwerdaer wissen es: Freundschaftsbande nach Hoštka in Tschechien sind nicht neu. Denn diese Beziehung­en gab es in den 1960/70er-Jahren schon mal. Es waren vor allem die damalige LPG „Einheit“ Elsterwerda und die Fußballer, die regelmäßig in die damalige Tschechoslowakei fuhren und Besuch empfingen.

Mit Ersatzteilen fing es an

Wilhelm Neustadt, damals Chef des Kreisstraßenunterhaltungsbetriebes, erinnerte sich in einem LR-Beitrag: „Das waren sehr angenehme Kontakte. Und sie waren unkompliziert. Die hiesige Landwirtschaft hat dort Ersatzteile für die tschechischen Maschinen, die hier im Einsatz waren, bekommen. Wir haben Teile für die deutschen Maschinen besorgt, die dort liefen.“ Klar, sei da manches „unter der Hand“ gelaufen und fast immer waren auch ein paar Kästen gutes tschechisches Bier im Spiel. Die Fußballer haben die Kontakte ausgebaut. Später spielten bei Rot-Weiß mehrere Tschechen.

Gäste aus Hoštka hätten zumeist im Internat der damaligen Erweiterten Oberschule übernachtet und Fahrten nach Berlin unternommen. Hoštka ist seit 2006 wieder Stadt, wenn auch nur mit etwa 1700 Einwohnern. Mit Litoměřice (Leitmeritz) und der Lage an der Elbe gäbe es eine schöne Umgebung.

„Erkundungstrupp“ begeistert

Im Sommer dieses Jahres hat ein „Erkundungstrupp“ aus Elsterwerda das Städtchen besucht und war sehr angetan. Beim Bürgerempfang Anfang des Jahres war bereits eine Abordnung aus Tschechien in Elsterwerda begrüßt worden.

Und nun haben alle Ausschüsse der Stadt grünes Licht für die neue Städtepartnerschaft, die auf eine Initiative von Wilhelm Neustadt und Bürgermeisterin Anja Heinrich (CDU) zurückgeht, gegeben. Das letzte Wort hat die Stadtverordnetenversammlung.

Wenn alles nach Plan läuft, soll der Städtevertrag zum Bürgerempfang Anfang nächsten Jahres unterzeichnet werden. Und womit wird angestoßen? Na, mit Sicherheit mit gutem tschechischen Bier!