Das Gütesiegel zum Kinderschutz in Sportvereinen hat jetzt der SV Preußen Elsterwerda erhalten. Überreicht wurde es während des Südbrandenburger Bambini-Funinio- Turniers mit 20 Mannschaften vom Vorsitzenden der Sportjugend im Kreissportbund Elbe-Elster Falko Reichert und von Jugendkoordinatorin Andrea Stapel. Die Urkunden und das am Vereinsgebäude anzubringende Schild, das den SV als kinderfreundlichen Verein ausweist, nahmen Vereinspräsident Steffen Melzer, Jugendwart Felix Zöllner, der Verantwortliche für Jugendschutz Mike Linder und Trainer Günter Hesse entgegen.

Hälfte der Mitglieder bei Preußen Elsterwerda sind unter 18

In dem Verein sind etwa 300 Mitglieder organisiert. Darunter sind 150 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Sie werden von 15 Trainern ausgebildet. Die Übungsleiter hatten im Januar zum Erlangen des Kinderschutzsiegels an einem Lehrgang teilgenommen. Das Gütesiegel „Kinderschutz im Sport“ baut auf sechs Säulen auf: Trainer und Trainerinnen müssen sich an einen Ehrenkodex halten. Der Verein braucht ein Regelwerk zum Umgang mit Kindern. Für die Verantwortlichen müssen erweiterte Führungszeugnisse und Verpflichtungserklärungen vorgelegt werden. Einschlägig vorbestrafte Personen erhalten innerhalb der Arbeit des Schutzbereiches einen Tätigkeitsausschluss. Eine Vertrauensperson für den Kinderschutz ist festzulegen. Trainer müssen sich regelmäßig fortbilden.

Bisher noch kein Verdachtsfall

Die Sportjugend im Kreissportbund unterstützt beim Erarbeiten des Präventionskonzeptes ebenso wie bei Elternversammlungen und bei Informationen für Kinder und Jugendliche. Bei Verdachtsfällen erfolgen Beratung und gegebenenfalls eine Intervention. Bisher sei kein derartiges Ereignis in dem Verein bekannt geworden. Die Preußen sind nach dem Schwimmclub SC Lubwart Bad Liebenwerda der zweite Verein, der sich das Kinderschutzsiegel erarbeitet hat.